DFB-Frauen starten WM-Qualifikation: Rückkehrerinnen und klare Titelambitionen
DFB-Frauen starten WM-Qualifikation mit Rückkehrerinnen

DFB-Frauen starten mit Rückkehrerinnen in die WM-Qualifikation für Brasilien 2027

Nach einem intensiven Jahr mit dem EM-Halbfinale und dem Nations-League-Finale richtet sich der Fokus des deutschen Frauen-Nationalteams nun vollständig auf die Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien. Bundestrainer Christian Wück hat mit seinem ersten Aufgebot für die anstehenden Qualifikationsspiele bereits deutliche Fingerzeige gegeben und setzt auf erfahrene Rückkehrerinnen.

Wück beruft Schlüsselspielerinnen zurück ins Team

Mit den Rückkehrerinnen Lea Schüller, Carlotta Wamser und Sophia Kleinherne starten die deutschen Fußballerinnen in das ambitionierte Unternehmen WM 2027. Wück berief die in der Winterpause zu Manchester United gewechselte Ex-Münchnerin Schüller, die EM-Entdeckung Wamser von Bayer Leverkusen sowie die Wolfsburgerin Kleinherne in das 23-köpfige Aufgebot für die ersten Qualifikationsspiele gegen Slowenien und Norwegen.

„2025 war ein äußerst ereignisreiches Jahr für unser Team. Wir wollen nun die nächsten entscheidenden Schritte in unserem kontinuierlichen Entwicklungsprozess gehen und möglichst nahtlos an die bemerkenswerten spielerischen Leistungen des vergangenen Jahres anknüpfen“, erklärte Bundestrainer Christian Wück vor den wichtigen Begegnungen. Das erste Spiel findet am 3. März in Dresden gegen Slowenien statt, gefolgt vom Auswärtsspiel am 7. März in Stavanger gegen Norwegen.

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Klares Ziel: Direkte Qualifikation ohne Playoffs

Das unmissverständliche Ziel der DFB-Frauen ist der sichere Gruppensieg in der Qualifikation, um sich den potenziell riskanten Umweg über die Playoffs zu ersparen. Als dritter Gegner in der Ausscheidungsgruppe wartet dabei Österreich. Das kommende Jahr ohne großes Turnier will Wück intensiv nutzen, um ein absolut titelreifes WM-Team zu formen und zu stabilisieren.

„Wir haben in den vergangenen Monaten deutlich gesehen, dass sehr vieles bereits auf einem wirklich guten Weg ist. Für den letzten, entscheidenden Schritt müssen wir jedoch weiterhin intensiv und konsequent an uns arbeiten. Genau das werden wir nun gemeinsam tun, mit dem klaren und ambitionierten Ziel, erfolgreich und überzeugend in die Qualifikation für die WM 2027 zu starten“, betonte der 52-jährige Bundestrainer.

Schüller kämpft um Rückkehr in die Stammformation

Lea Schüller hatte bei den beiden Nations-League-Finalspielen gegen Spanien aus persönlichen Gründen gefehlt und wechselte anschließend in der Winterpause nach England zu Manchester United. Die erfahrene Torjägerin, die bereits 54 Treffer in 82 Länderspielen erzielt hat, hatte im vergangenen Jahr ihren Stammplatz in der deutschen Auswahl verloren und war auch beim FC Bayern München nicht mehr unangefochten gesetzt.

Carlotta Wamser kehrt nach überwundenen Knieproblemen zurück ins Team des EM-Halbfinalisten. Sophia Kleinherne hatte sich während des Turniers in der Schweiz verletzt und kämpfte lange Zeit um ihr Comeback im Nationaldress. Neben den Langzeitverletzten Giovanna Hoffmann von RB Leipzig und Lena Oberdorf vom FC Bayern, die beide an Kreuzbandrissen leiden, fehlen auch Alara Sehitler, Bibiane Schulze Solano und Kathy Hendrich aus gesundheitlichen Gründen.

Wück setzt auf Kontinuität und vertraute Strukturen

Die frühere Münchnerin Sydney Lohmann ist lediglich auf Abruf nominiert. „Wir werden nicht mehr so viele neue Spielerinnen auf einen Schlag einladen, sondern sukzessive und gezielt etwas Neues ausprobieren“, erläuterte Wück seine taktische Herangehensweise. Der Bundestrainer verzichtet weiterhin auf die derzeit führende Bundesliga-Torjägerin Vanessa Fudalla von Bayer Leverkusen, die bereits zwölf Treffer erzielt hat. Stattdessen möchte er das Vertrauen in das bestehende Team in seiner aktuellen Besetzung weiter stärken und festigen.

Angeführt wird das Aufgebot von Münchens Kapitänin Giulia Gwinn und der erfahrenen Torhüterin Ann-Katrin Berger vom US-Club Gotham FC, die ihre Karriere im Nationalteam nach einigen Überlegungen nun fortsetzt. Die Weltmeisterschaft 2027 findet vom 24. Juni bis 25. Juli in Brasilien statt und stellt das nächste große Ziel des Teams dar.

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Titelambitionen als treibende Motivation

Der DFB hatte Ende Januar den Vertrag von Christian Wück und seinen Assistentinnen Saskia Bartusiak und Maren Meinert bis August 2029 verlängert, also weit über die anstehende Heim-EM hinaus. Laut Sportdirektorin Nia Künzer habe das Nationalteam im Jahr 2025 sportlich „das absolute Maximum herausgeholt. Wir haben gemeinsam Höhen und Tiefen erfolgreich gemeistert und sind als Team gewachsen“.

„Wir wissen natürlich sehr genau, dass wir noch andere, höhere Ziele vor Augen haben. Wir würden gerne natürlich mal wieder einen Titel in der Hand halten“, gab Künzer die klaren Ambitionen des Verbandes preis. Das letzte große Turnier gewannen die deutschen Weltmeisterinnen von 2003 und 2007 bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro – eine Durststrecke, die das Team nun beenden möchte.