DFB-Frauen starten mit bewährten Kräften in die WM-Qualifikation
Mit einem Mix aus erfahrenen Spielerinnen und zurückkehrenden Kräften beginnt die deutsche Fußballnationalmannschaft der Frauen die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2027. Bundestrainer Christian Wück hat seinen ersten Kader des Jahres nominiert, der für die beiden anstehenden Qualifikationsspiele gegen Slowenien und Norwegen aufgestellt wurde.
Rückkehrer und bewährte Stammkräfte
Besonders erfreulich für das DFB-Team ist die Rückkehr von Carlotta Wamser, Lea Schüller und Sophia Kleinherne. Während Wamser und Kleinherne nach Verletzungspausen wieder zur Verfügung stehen, kehrt Schüller nach einer familiär bedingten Pause im Dezember zurück in den Kader. Die drei Spielerinnen gehören zu den 23 nominierten Athletinnen, die am 3. März in Dresden gegen Slowenien (17.45 Uhr/ARD) und am 7. März in Norwegen (18.00 Uhr/ZDF-Livestream) antreten werden.
Auffällig ist die Abwesenheit von Vanessa Fudalla, der Bundesliga-Toptorschützin, auf die Bundestrainer Wück weiterhin verzichtet. Im Tor setzt der Trainer wie erwartet auf Ann-Katrin Berger, die ihr Karriereende bis zur WM-Endrunde in Brasilien hinausgeschoben hat und weiterhin zwischen den Pfosten stehen will.
Wücks Entwicklungsprozess und Ziele
„Wir wollen nun die nächsten Schritte in unserem Entwicklungsprozess gehen und nahtlos an die spielerischen Leistungen des vergangenen Jahres anknüpfen“, erklärte Christian Wück, der seinen Vertrag beim Deutschen Fußball-Bund Ende Januar bis 2029 verlängert hatte. Der Bundestrainer blickt auf ein erfolgreiches, aber auch enttäuschendes Vorjahr zurück, in dem sein Team das EM-Halbfinale mit 0:1 nach Verlängerung und das Nations-League-Endspiel gegen Spanien mit 0:0 und 0:3 im Elfmeterschießen verlor.
„Wir haben gesehen, dass vieles auf einem guten Weg ist, aber für den letzten Schritt müssen wir weiter intensiv an uns arbeiten“, so Wück weiter. „Genau das werden wir gemeinsam tun, mit dem klaren Ziel, erfolgreich in die Qualifikation für die WM 2027 zu starten.“
Verletzungen und personelle Veränderungen
Verletzungsbedingt nicht zur Verfügung stehen Alara Sehitler, Bibiane Schulze Solano und Kathrin Hendrich. Sydney Lohmann ist nur auf Abruf nominiert, während Vivien Endemann nach längerer Pause wieder eine Chance im Kader erhält. Die EM-Entdeckung Carlotta Wamser kehrt nach ihrer Verletzung zurück ins Team und soll ihre starken Leistungen von der Europameisterschaft fortsetzen.
Nach vier Turniersommern in Folge steht in diesem Jahr erstmals kein großes Highlight an, was dem Team mehr Zeit für die Vorbereitung auf die WM-Qualifikation gibt. In der Quali-Gruppe A4 treten die deutschen Fußballerinnen neben Slowenien und Norwegen auch gegen Österreich an. Das direkte Ticket für die WM in Brasilien löst das DFB-Team nur als Gruppensieger.
Der komplette Kader im Überblick
Torhüterinnen:
- Ann-Katrin Berger
- Stina Johannes
- Ena Mahmutovic
Abwehr:
- Giulia Gwinn
- Franziska Kett
- Sophia Kleinherne
- Rebecca Knaak
- Camilla Küver
- Sarai Linder
- Janina Minge
- Carlotta Wamser
Mittelfeld und Angriff:
- Nicole Anyomi
- Jule Brand
- Klara Bühl
- Selina Cerci
- Linda Dallmann
- Vivien Endemann
- Laura Freigang
- Lisanne Gräwe
- Shekiera Martinez
- Sjoeke Nüsken
- Lea Schüller
- Elisa Senß
Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft steht damit gut aufgestellt vor den ersten Herausforderungen der WM-Qualifikation und will die positive Entwicklung der vergangenen Jahre fortsetzen.



