Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada ist in vollem Gange. Am vierten Turniertag stand das erste Spiel der deutschen Nationalmannschaft im Fokus. Das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann traf in Houston auf den WM-Neuling Curaçao und feierte einen erfolgreichen Auftakt.
DFB-Team startet mit Nmecha-Tor gegen Curaçao
Deutschland begann seine WM-Kampagne mit einem 1:0-Sieg gegen Curaçao. Felix Nmecha erzielte bereits in der Anfangsphase das entscheidende Tor. Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte vor der Partie das Comeback von Rekordtorhüter Manuel Neuer bestätigt, der nach der Heim-EM 2024 zurückgetreten war, aber kurz vor der WM zurückgeholt wurde. Nagelsmann verglich die Begegnung sportlich mit einem DFB-Pokalspiel und der Situation „David gegen Goliath“. Der viermalige Weltmeister war im klimatisierten NRG Stadium in Texas der haushohe Favorit. Weitere Gruppengegner sind die Elfenbeinküste und Ecuador.
Brasilien verhindert Fehlstart gegen Marokko
Rekordtitelträger Brasilien bewahrte sich mit einem Traumtor von Vinícius Júnior vor einem Fehlstart. Der Offensivstar von Real Madrid erzielte beim 1:1 (1:1) gegen Marokko in East Rutherford den Ausgleich (32. Minute). Der vom FC Bayern umworbene Ismael Saibari hatte Afrikameister Marokko zuvor in Führung gebracht (21.). Brasilien musste auf Neymar verzichten, der wegen einer Wadenverletzung fehlte.
Schweiz nur 1:1 gegen Katar
Die Schweiz startete mit einer Enttäuschung in die WM. Gegen den krassen Außenseiter Katar kam das Team von Trainer Murat Yakin nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus. Breel Embolo brachte die Schweiz per Foulelfmeter in Führung (17.), doch Boualem Khoukhi glich in der Nachspielzeit aus (90.+5). Für Katar war es bei der zweiten WM-Teilnahme der erste Punkt überhaupt.
USA begeistern, Ticketpreise schießen nach oben
Der Co-Gastgeber USA startete mit einem überzeugenden 4:1-Sieg gegen Paraguay in das Turnier. Doppeltorschütze Folarin Balogun (31., 45.+5) und Giovanni Reyna (90.+8) sorgten für ausgelassene Stimmung. Nach dem höchsten Sieg einer US-Männer-Nationalmannschaft bei einer WM stiegen die Ticketpreise für die weiteren Vorrundenspiele sprunghaft an. Für das Spiel gegen Australien am Freitag in Seattle kosteten die günstigsten Tickets 1.908 Dollar (rund 1.650 Euro), ein Anstieg von 77 Prozent innerhalb von drei Tagen. Für das Spiel gegen die Türkei am 26. Juni in Inglewood stiegen die Preise um 90 Prozent auf 1.656 Dollar.
Weitere WM-News
Trump gratuliert US-Team
US-Präsident Donald Trump gratulierte der Nationalmannschaft zum Auftaktsieg. „Herzlichen Glückwunsch an das Team USA zu seinem bedeutenden Sieg, 4:1, gegen eine sehr gute paraguayische Mannschaft“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Trump selbst verfolgte das Spiel nicht im Stadion, sondern sein Außenminister Marco Rubio.
Einreiseverweigerung für Ghanas Partey wird zum diplomatischen Streit
Die Einreiseverweigerung für Ghanas Nationalspieler Thomas Partey nach Kanada wegen Visa-Problemen führte zu einer offiziellen Protestnote des ghanaischen Außenministeriums. Hintergrund sind Missbrauchsvorwürfe gegen den 33-Jährigen, die vor einem Gericht in London verhandelt werden. Partey weist die Vorwürfe zurück.
FIFA verteidigt Zuschauerzahlen
Die FIFA verteidigte ihre offizielle Zuschauerzahl beim Spiel Südkorea gegen Tschechien trotz vieler sichtbar leerer Plätze. Der Weltverband gab 44.985 Zuschauer an, was einer Auslastung von 98,5 Prozent entspricht. Die Zahl basiere auf gescannten Tickets und Personen auf dem Stadiongelände.
Diebstahl bei Englands Team
Die englische Nationalmannschaft wurde vor ihrer Ankunft im WM-Trainingsquartier in Kansas City bestohlen. In Fahrzeugen, die Trainingsausrüstung transportierten, wurde eingebrochen. Der englische Verband FA prüft, was entwendet wurde. Zwei Personen wurden festgenommen.
Schiedsrichter wird zum Internet-Hit
Der brasilianische Schiedsrichter Wilton Pereira Sampaio wurde mit seiner englischen Stadiondurchsage nach einer Videoüberprüfung beim Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika zum Internet-Hit. Sein starker brasilianischer Akzent und die Formulierung sorgten für zahlreiche Reaktionen.
Iranischer Verband kritisiert Infantino
Der iranische Fußballverband wirft FIFA-Präsident Gianni Infantino vor, Zusagen nicht eingehalten zu haben. Infantino habe uneingeschränkten Zugang für alle Verbandsmitglieder zu den drei WM-Spielen des Iran in den USA versprochen, sagte der iranische WM-Teambetreuer Mahdi Mohammad Nabi.
Kanada holt ersten WM-Punkt
Kanada holte mit einem 1:1 gegen Bosnien-Herzegowina den ersten WM-Punkt überhaupt. Cyle Larin glich in der 80. Minute aus. Zuvor hatte Kanada alle sechs WM-Spiele verloren.
Iran-nahe Hackergruppe droht mit Angriff auf WM
Eine Iran-nahe Hackergruppe namens „Handala“ reklamiert für sich, Drohnen-Daten des FBI erlangt zu haben, die sie für Angriffe auf die WM nutzen könnte. Die US-Firma Site veröffentlichte eine entsprechende Erklärung der Gruppe.
Kanzler Merz wünscht DFB-Team viel Glück
Bundeskanzler Friedrich Merz wünschte der deutschen Nationalmannschaft in einem Videotelefonat viel Glück für die WM. „Ganz Deutschland hält euch die Daumen“, sagte Merz.
„Major Tom“ bleibt Torhymne
Der Song „Major Tom“ von Peter Schilling wird auch bei der WM als Torhymne der deutschen Nationalmannschaft gespielt. Der DFB reichte zudem „An Tagen wie diesen“ von den Toten Hosen und „Zeit, dass sich was dreht“ von Herbert Grönemeyer ein.
Bier billiger in Ecuador
Ecuadors Präsident Daniel Noboa setzte für die WM die Sonderkonsumsteuer auf Getränke mit bis zu fünf Volumenprozent Alkohol aus. Dadurch dürfte der Bierpreis um 20 Prozent sinken.
Palästinensischer Verbandschef wartet auf US-Einreise
Der Präsident des palästinensischen Fußballverbands, Dschibril Radschub, wartet in Mexiko-Stadt auf ein Visum für die Einreise in die USA, um an der WM teilzunehmen. Er ist eine von mehreren akkreditierten Personen, denen die US-Behörden Visa verweigert haben.



