Bayern-Boss Dreesen kritisiert UEFA wegen Schiri-Ansetzung im CL-Halbfinale
Dreesen kritisiert UEFA wegen Schiri-Ansetzung

München – Diese Aussagen sind brisant! Bayern-CEO Jan-Christian Dreesen (58) hat nach dem 1:1 seiner Mannschaft im Halbfinal-Rückspiel der Champions League gegen Paris Saint-Germain (Hinspiel 4:5) und dem daraus folgenden Ausscheiden die UEFA für die Ansetzung von Schiedsrichter João Pinheiro (38) für die Partie in der Allianz Arena kritisiert.

Der Boss des deutschen Rekordmeisters sagte auf BILD-Nachfrage: „Es ist mindestens erstaunlich, dass ein Schiedsrichter ein Halbfinale pfeift, der noch nie ein Halbfinale gepfiffen hat und der auf seiner Liste erst 15 Champions-League-Spiele hat. Das ist ungewöhnlich und vielleicht erklärt das auch manchen Pfiff.“

Bayern-Boss Dreesen kritisiert UEFA wegen Schiri-Wahl

Der Hintergrund der Dreesen-Wut: Der portugiesische Referee hatte weder in der 29. Minute die Gelb-Rote Karte für ein strafwürdiges Handspiel von PSG-Star Nuno Mendes (23) gezeigt, noch zwei Minuten später auf Elfmeter für die Münchner nach einem Handspiel des Parisers João Neves (22) in dessen Strafraum entschieden. Bei Spielern, Verantwortlichen und Fans des FC Bayern sorgte das für Riesenärger!

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Brisant: Dreesen mutmaßt, dass diese umstrittenen Entscheidungen mit der geringen Erfahrung des Schiedsrichters auf europäischen Topniveau zu tun haben könnten. Fakt ist: Vor dem Halbfinal-Kracher hatte Pinheiro in der Königsklasse erst 14 Spiele geleitet – und darunter war nie ein wichtigeres als das Achtelfinal-Hinspiel zwischen Brügge und Aston Villa (1:3) im März 2025. Sein größtes Spiel auf europäischer Ebene war das Finale der europäischen Supercups im August 2025 zwischen PSG und Tottenham (6:5 n. E.). Der Sprung in ein Giganten-Duell zwischen Bayern und PSG in der Runde der letzten Vier war also ein Großer.

Ex-Schiri Gräfe: „UEFA hat große Schiedsrichter-Probleme“

Ex-Schiri und BILD-Experte Manuel Gräfe (52) schrieb vor der Partie noch positiv über die Ansetzung auf „X“ (ehemals Twitter): „Ref ist Pinheiro – wie Schärer (Schiedsrichter Sandro Schärer; d. Red.) im Hinspiel noch sehr unerfahren mit gerade einmal bis jetzt 14 Spielen. Es zeigt, dass auch die UEFA große Schiedsrichter-Probleme hat. Ging es jahrelang nur nach Politik und Laufen, Laufen, Laufen, sucht man neue Top-Refs, aber wieder mit Persönlichkeit sowie Fußballkompetenz und dann muss man diesen auch eine Chance geben! Richtig so! Möge der Fußball im Vordergrund stehen und kein Schiedsrichter Thema dieses Mega-Duell entscheiden. Wünschen wir alle deshalb João viel Erfolg und dass er diese Nominierung zu Recht bestätigt!“

Nach dem Spiel kritisierte Gräfe Pinheiro aber hart, sagte gegenüber BILD sogar: „Hier muss es Konsequenzen geben – auch bei der UEFA. Jahrelang hat man nur auf Laufen, Laufen, Laufen gesetzt anstatt auf Schiedsrichter mit Persönlichkeit und Fußballkompetenz. Landesverbandspolitik war wichtiger, als die richtigen Schiedsrichter zu fördern. Das fängt beim DFB an, geht aber bei der UEFA weiter. So kam man in die Not, hier junge, international unerfahrene Schiedsrichter auf solche Topspiele anzusetzen – und sie gingen unter!“ Und weiter: „Bayern scheidet sehr, sehr unglücklich aus – und es ist der Unerfahrenheit der Schiedsrichter geschuldet.“

Die Kritik von Dreesen und Gräfe wirft ein Schlaglicht auf die Personalpolitik der UEFA bei der Besetzung von Spitzenspielen. Während die UEFA betont, dass sie auf Leistung und Entwicklung junger Referees setze, sehen Kritiker darin eine Ursache für umstrittene Entscheidungen in wichtigen Partien. Ob die UEFA Konsequenzen ziehen wird, bleibt abzuwarten.

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