Dynamo Dresden: Aufsichtsrat ergreift das Wort für neue Führungsstärke
Dynamo Dresden: Aufsichtsrat spricht über neue Führungskraft

Dynamo Dresden: Aufsichtsrat ergreift das Wort für neue Führungsstärke

Oft agierte der Aufsichtsrat von Dynamo Dresden eher im Verborgenen, was nicht unbedingt für Transparenz nach außen sorgte. Doch nun ergreift das höchste Klubgremium selbst das Wort und gewährt wichtige Einblicke, wie der Zweitligist dauerhaft in ruhigeres Fahrwasser gelangen möchte.

Neue Achse zwischen Sportdirektion und Aufsichtsrat

Spannend wurde es, als Michael Born (58) als neue Verbindung zwischen Geschäftsführung und Aufsichtsrat auftrat. Born, der selbst bereits Dynamo-Geschäftsführer war, erklärte: „Ich kenne Sören Gonther mittlerweile seit fast 20 Jahren. Dass man da einen ganz anderen Austausch hat als mit jemandem, den man nur wenige Tage kennt, ist klar. Wir reden über vieles, aber er muss die Entscheidungen treffen. Hinweise kann man geben, aus dem operativen Geschäft bin ich jedoch raus.“

Diese neue Achse zwischen Sportdirektor Sören Gonther und dem Kluborgan ist für die SGD von immenser Bedeutung. In der Vergangenheit gab es in den Chefetagen immer wieder Verstimmungen. Ein Problem war, dass der ehrenamtliche Aufsichtsrat oft nicht tief genug im Tagesgeschäft steckte und wichtige Entwicklungen im Trainingszentrum nicht oder nur verzögert mitbekam.

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Lob für die neue Struktur

Michael Ziegenbalg als Aufsichtsratsvorsitzender lobt die neue Lösung: „Der Vorteil ist, dass Michael Born wirklich alle Themen kennt. Da muss ich eine Lanze für ihn brechen. Für uns im Aufsichtsrat ist das sehr gut, hilft uns, weil er alles weiß.“ Er stellt klar: „Mit ihm und auch Jan Seifert haben wir jetzt definitiv sportliche Kompetenz gegeben, was ja berechtigterweise gefordert wurde. So sind wir insgesamt gut aufgestellt.“

Ex-Profi Sören Gonther, der unter anderem für St. Pauli, Aue und Dynamo spielte, ist seit Dezember Sportchef bei Dynamo. Positiv zu vermerken ist, dass die Chemie zwischen Gonther und Finanzchef Stephan Zimmermann derzeit stimmt. Zwischen Born und Gonther besteht eine große Vertrauensbasis.

Investitionen und Kommunikation im Fokus

Born betont: „Transfers müssen im sogenannten Umlaufverfahren beschlossen werden. Das sind finanziell nicht immer einfache Entscheidungen, wenn es um Vertragslängen oder bei Leihen um Gehaltsübernahmen anderer Vereine geht. Da ist es gut, sich im Vorfeld schon zu besprechen.“

Fakt ist: Für den Fall, dass der Klassenerhalt gelingt, will Dynamo für das schwierige zweite Jahr weiter in das Team investieren. Da der Klub im TV-Ranking nur langsam Mehreinkünfte erzielen kann und die Mannschaft aufgrund vieler Leihspieler größtenteils neu aufgebaut werden muss.

Ziegenbalg erklärt: „Man kann keine Prozente für die Steigerung angeben. Wenn der sportliche Bereich eine Idee hat und es bringt uns voran, sind wir immer gesprächsbereit. Wir sind ein Sportverein und das Geschehen auf der grünen Wiese ist für uns das Wichtigste.“ Auch hier ist die Kommunikation wieder entscheidend.

Debatte um dritten Geschäftsführer

Apropos Kommunikation: Die Debatte, ob für dieses Feld nach dem gescheiterten Projekt mit David Fischer (41) wieder ein dritter Geschäftsführer kommt, wird noch intern geführt. „Eine finale Entscheidung gibt es dazu nicht“, sagt Ziegenbalg. Born meint: „Die Arbeit muss aber auf jeden Fall gemacht werden.“

Zunächst soll entschieden werden, ob der 2027 auslaufende Vertrag mit Vermarkter Sportfive verlängert wird. Möglich ist auch, statt eines dritten Bosses einen Geschäftsstellenleiter zu holen, der der Geschäftsführung unterstellt wäre. Mit den Zahlen nach der Übernahme des Fanshops und auch im Catering sind die Aufsichtsräte nach eigenen Angaben zufrieden.

Dementsprechend könnte sich die Investition von 1,5 Millionen Euro in die VIP-Räume des Stadions schneller rechnen. Im Fokus bleibt auch, durch einen wieder höheren Betriebskostenzuschuss der Stadt die überteuerte Miete für die eigene Arena drücken zu können.

Die neue Führungsstärke bei Dynamo Dresden zeigt, dass der Klub entschlossen ist, sein Potential zu nutzen. Alle Verantwortlichen müssen sich darauf konzentrieren, Zusammenhalt vorzuleben und die Kommunikation zu verbessern, um langfristigen Erfolg zu sichern.

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