Dynamo Dresdens Abwehrstabilisator: Thomas Keller im Fokus
Erwartungsgemäß zählt Thomas Keller zu den großen Gewinnern im Kader von Dynamo Dresden. Der 26-jährige Innenverteidiger, der in der Winterpause vom 1. FC Heidenheim ausgeliehen wurde, hat in der bisherigen Rückrunde der Zweiten Bundesliga maßgeblich zur Stabilisierung der Defensive beigetragen. Darüber hinaus gelangen ihm sogar drei wichtige Tore, was seine Bedeutung für die Mannschaft unterstreicht.
Marktwert verdoppelt – Begehrlichkeiten geweckt
Folgerichtig ist sein Marktwert laut der aktuellen Analyse von transfermarkt.de um beeindruckende 200.000 Euro gestiegen und liegt nun bei 900.000 Euro. Diese Entwicklung weckt natürlich Begehrlichkeiten, nicht nur bei Dynamo Dresden, sondern auch bei anderen Vereinen. Doch wie sieht Keller selbst seine Zukunft?
„Ich fühle mich hier in Dresden sehr wohl“, erklärt der robuste Innenverteidiger. „Allerdings habe ich noch einen Vertrag in Heidenheim. Der Verein hat dort einen gewissen Anspruch. Alles Weitere wird man dann im Sommer besprechen. Für mich zählt im Moment ausschließlich, was hier bei Dynamo passiert.“
Und das ist momentan nichts anderes als der harte Abstiegskampf. Im Gegensatz zu seinem Stammverein Heidenheim, der eine Liga höher spielt, hat Dynamo Dresden realistische Chancen, die Klasse zu halten.
Positive Rückrunde und Blick auf das Keller-Duell
Vor dem wichtigen Spiel am Sonntag (13.30 Uhr) gegen Preußen Münster betont Keller: „Ich freue mich, dass wir so gut in die Rückrunde gestartet sind. Wir haben bereits eine beträchtliche Anzahl an Punkten aufgeholt.“ Tatsächlich hat die SGD in den bisherigen acht Partien der Rückrunde bereits 13 Zähler gesammelt – genau so viele wie in der gesamten Hinrunde.
„Jetzt haben wir alles in der eigenen Hand. Für die letzten neun Spiele befinden wir uns in einer guten Ausgangsposition“, so der Abwehrspieler weiter. Klar ist, dass gegen die Preußen die Punkteausbeute weiter gesteigert werden soll. „Wir spielen zuhause und wollen unseren Fans den nächsten Sieg schenken. Dafür werden wir alles geben.“
Arbeit an der Balance erforderlich
Damit dies gelingt, muss Dynamo Dresden allerdings an der Konstanz arbeiten. Zuletzt folgte – ähnlich wie im Spiel in Karlsruhe – auf eine starke erste Halbzeit eine enttäuschende zweite Spielhälfte. Keller analysiert: „Was uns in der zweiten Halbzeit momentan ein wenig fehlt, ist die richtige Balance. Besonders dann, wenn wir in Führung liegen. Wann gehen wir mutig aufs Tor, wann ziehen wir uns etwas zurück? Daran müssen und werden wir arbeiten. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass es in den kommenden Spielen besser laufen wird.“
Den Beweis dafür sollten Keller und seine Mitspieler am besten bereits im Duell gegen die Preußen antreten. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die defensive Stabilisierung durch den Leihspieler langfristig trägt und ob Dynamo Dresden den angestrebten Klassenerhalt schafft.



