Die Anhänger des EHC Red Bull München hegen große Hoffnungen auf eine Rückkehr ihrer ehemaligen Helden. Namen wie Dominik Kahun, Felix Schütz und die NHL-Profis JJ Peterka, Maksymilian Szuber und Julian Lutz lassen die Herzen der Fans höherschlagen. Doch wie realistisch sind diese Comeback-Träume wirklich? Die Abendzeitung (AZ) hat bei den Verantwortlichen nachgefragt und die Situation analysiert.
Dominik Kahun: Erfahrung und Klasse, aber auch hohe Gehaltsvorstellungen
Dominik Kahun, der 2019 mit den Münchenern deutscher Meister wurde, hat in der vergangenen Saison für den SC Bern in der Schweiz gespielt. Mit 30 Jahren bringt er noch immer viel Erfahrung und Offensivqualität mit. Allerdings ist Kahun ein Spieler, der finanziell hohe Ansprüche stellt. Die Münchner müssten ihr Gehaltsbudget deutlich dehnen, um ihn zurückzuholen. Zudem hat Kahun betont, dass er sich in Bern wohlfühlt. Eine Rückkehr ist daher nicht unmöglich, aber schwierig.
Felix Schütz: Der Publikumsliebling und sein Vertrag in Schweden
Felix Schütz, der 2023 nach München kam und schnell zum Publikumsliebling wurde, hat noch einen Vertrag bei den Rögle BK in Schweden bis 2027. Der Stürmer fühlt sich in Schweden wohl und spielt dort eine wichtige Rolle. Eine vorzeitige Vertragsauflösung wäre nur mit einer hohen Ablösesumme möglich. Die Münchner müssten also tief in die Tasche greifen. Zudem ist Schütz ein Spieler, der Wert auf eine familiäre Umgebung legt – ein Faktor, der gegen einen Wechsel spricht.
JJ Peterka: NHL-Star mit Zukunft in Buffalo
JJ Peterka hat sich in der NHL bei den Buffalo Sabres etabliert und einen Vertrag bis 2027. Der 24-Jährige ist einer der deutschen Top-Stürmer und würde in München sofort helfen. Allerdings ist ein Wechsel zurück nach Europa aktuell nicht realistisch. Peterka will sich in der NHL durchsetzen und hat noch viel Potenzial. Die Sabres würden ihn nur gegen eine hohe Kompensation ziehen lassen. Ein Comeback in München ist daher frühestens in einigen Jahren denkbar, wenn sein Vertrag ausläuft.
Maksymilian Szuber: Junges Talent mit Perspektive in Arizona
Maksymilian Szuber, der 2024 von den Arizona Coyotes gedraftet wurde, hat noch einen Einstiegsvertrag bis 2028. Der Verteidiger gilt als großes Talent und wird in Nordamerika aufgebaut. Eine Rückkehr nach München wäre nur bei einer Ausleihe möglich, aber die Coyotes planen fest mit ihm. Szuber selbst will den Sprung in die NHL schaffen. Daher ist ein Comeback in den nächsten Jahren unwahrscheinlich.
Julian Lutz: Verletzungspech und ungewisse Zukunft
Julian Lutz, der 2022 von München zu den Eisbären Berlin wechselte, hat mit Verletzungen zu kämpfen. Sein Vertrag in Berlin läuft noch bis 2027. Lutz ist ein talentierter Stürmer, aber seine körperliche Verfassung ist fraglich. Die Münchner müssten abwägen, ob sie das Risiko eingehen wollen. Zudem hat Lutz in Berlin eine neue Heimat gefunden. Eine Rückkehr ist nicht ausgeschlossen, aber es gibt viele offene Fragen.
Fazit: Träume sind erlaubt, aber die Realität ist ernüchternd
Die AZ-Recherche zeigt: Die Rückkehr der verlorenen Stars ist in den meisten Fällen wenig realistisch. Finanzielle Hürden, laufende Verträge und die Karrierepläne der Spieler sprechen dagegen. Die Fans des EHC Red Bull München sollten sich daher nicht zu große Hoffnungen machen. Stattdessen setzt der Club auf junge Talente aus dem eigenen Nachwuchs und gezielte Verstärkungen. Ein echtes Comeback der alten Helden bleibt vorerst ein Traum.



