Elfenbeinküste demonstriert Stärke: 4:0-Sieg gegen Südkorea im WM-Test
Die ivorische Fußballnationalmannschaft hat in ihrem ersten Spiel nach dem Afrika-Cup-Aus ein beeindruckendes Signal gesendet. Im Testspiel in Milton Keynes, England, setzte sich das Team von Trainer Emerse Faé mit einem klaren 4:0-Erfolg gegen Südkorea durch. Dieser Sieg dürfte nicht nur dem Team Selbstvertrauen geben, sondern auch bei Bundestrainer Julian Nagelsmann für Aufmerksamkeit gesorgt haben – schließlich sind die Ivorer einer der Gruppengegner Deutschlands bei der anstehenden Weltmeisterschaft 2026.
Überlegene Offensive und chancenlose Südkoreaner
Von Beginn an zeigte die Elfenbeinküste ihre offensive Stärke und ließ der südkoreanischen Mannschaft kaum Raum zur Entfaltung. Die Tore fielen durch Evann Guessand in der 35. Minute, Simon Adringa in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit, Martial Godo in der 62. Minute und Wilfried Singo in der 93. Minute. Südkorea, mit Bayern-Star Minjae Kim in der Innenverteidigung, hatte dem Angriffsspiel der Ivorer praktisch nichts entgegenzusetzen und wirkte über weite Strecken des Spiels chancenlos.
Wichtiger psychologischer Boost nach Afrika-Cup-Enttäuschung
Für die Elfenbeinküste war dieses Spiel von besonderer Bedeutung, da es das erste Auftreten seit dem bitteren Viertelfinal-Aus beim Afrika Cup gegen Ägypten (2:3) darstellte. Der klare Sieg gegen einen asiatischen Top-Gegner kommt daher zur rechten Zeit und gibt dem Team wichtige psychologische Stärke für die anstehenden Herausforderungen. Bei der WM 2026 treffen die Ivorer am 20. Juni in Toronto im zweiten Vorrundenspiel auf die deutsche Nationalmannschaft. Weitere Teams in Gruppe E sind Ecuador und WM-Debütant Curaçao.
Neue Offensivoptionen: Wahi und Bonny im Fokus
Interessant ist dabei die Personalentwicklung im ivorischen Team. Der extra für die WM 2026 eingebürgerte Elyes Wahi kam gegen Südkorea noch nicht zum Einsatz, könnte aber im nächsten Testspiel gegen Schottland am 31. März sein Debüt feiern. Der 23-jährige Angreifer, der bisher für die französischen U-Nationalmannschaften gespielt hatte, wurde im Winter von Eintracht Frankfurt an OGC Nizza verliehen und hat sich dort mit vier Toren in acht Spielen bereits empfohlen.
Ebenso soll Inter-Mailänder Ange-Yoan Bonny noch für die WM eingebürgert werden. Beide Spieler könnten die Offensive der Elfenbeinküste verstärken, die insbesondere im Sturmzentrum – einst die Domäne von Legende Didier Drogba – beim letzten Afrika-Cup noch Probleme zeigte. Gegen Südkorea bewies das Team jedoch, dass es auch ohne diese Neuzugänge bereits über beachtliche offensive Qualitäten verfügt.
Ausblick auf die WM-Vorbereitung
Der deutliche Sieg gegen Südkorea markiert einen gelungenen Start in die intensive Vorbereitungsphase auf die Weltmeisterschaft 2026. Die Elfenbeinküste präsentierte sich als gut organisiertes Team mit effektiver Offensive und stabiler Defensive. Für Bundestrainer Julian Nagelsmann und sein Team bietet diese Leistung wertvolles Analyse-Material, denn das Duell in Toronto verspricht, ein spannendes und herausforderndes Spiel zu werden.



