Energie Cottbus erleidet erste Rückrunden-Niederlage in Aachen
Energie Cottbus hat in der 3. Liga eine deutliche und enttäuschende Niederlage hinnehmen müssen. Die Mannschaft von Trainer Claus-Dieter Wollitz verlor beim Auswärtsspiel gegen Alemannia Aachen mit 1:4, obwohl sie über weite Strecken eine bemerkenswerte Leistung zeigte. Vor 24.215 Zuschauern am Aachener Tivoli setzten sich die Gastgeber in der zweiten Halbzeit durch und besiegelten damit die erste Niederlage der Lausitzer in der Rückrunde.
Vergebene Chancen und kalte Dusche nach der Pause
Die erste Halbzeit verlief trotz widriger Bedingungen im Aachener Dauerregen ausgeglichen. Energie Cottbus hatte sogar die besseren Möglichkeiten. FCE-Keeper Marius Funk verhinderte mit einer glänzenden Parade in der 6. Minute das frühe Gegentor durch Mika Schroers. Auf der anderen Seite traf Tolcay Cigerci in der 30. Minute nur die Pfostenstange und verfehlte kurz darauf mit einem Abpraller knapp das Tor. Diese vergebenen Großchancen sollten sich später rächen.
Direkt nach der Halbzeitpause war Cigerci erneut gefährlich, doch Aachen-Keeper Manuel Riemann parierte seinen Linksschuss im Nachfassen. Ab der 55. Minute drehte Alemannia Aachen dann das Spiel. Faton Ademi erzielte nach einem Eckball mit einem Kopfball das Führungstor, wobei er im Strafraum völlig frei stand. Nur sieben Minuten später legte Lars Gindorf, der nicht zu stoppende Toptorjäger der Aachener, für Mika Schroers zum 2:0 auf.
Kurze Hoffnung und bitteres Ende für die Lausitzer
Energie Cottbus kämpfte sich trotz der Rückstände zurück in die Partie. In der 84. Minute gelang Merveille Biankadi nach einem unübersichtlichen Eckball der Anschlusstreffer zum 1:2. Die Hoffnung auf einen Punktgewinn währte jedoch nur kurz. Bereits zwei Minuten später nutzte Marius Wegmann erneut schwache Abwehrarbeit bei einem Eckball und köpfte zum 1:3 ein. In der Nachspielzeit setzte Jonas Oehmichen, Leihspieler von Dynamo Dresden, mit dem 1:4 den endgültigen Schlusspunkt.
Mit dieser Niederlage verpasste Energie Cottbus die Rückkehr an die Tabellenspitze der 3. Liga. Die Lausitzer haben weiterhin zwei Punkte Rückstand auf Spitzenreiter VfL Osnabrück und müssen nun in den verbleibenden Spieltagen nachlegen, um ihre Aufstiegsambitionen aufrechtzuerhalten. Die Partie zeigte sowohl die Stärken als auch die Schwächen des Teams von Claus-Dieter Wollitz, das trotz guter Ansätze in den entscheidenden Momenten nicht effizient genug war.



