Ermittlungen drohen: Haben Kimmich und Olise absichtlich Gelbe Karten provoziert?
Ermittlungen: Kimmich und Olise provozierten Gelbe Karten?

Ermittlungen im Raum: Kimmich und Olise unter Verdacht bei Gelben Karten

Im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League zwischen Bayern München und Atalanta Bergamo kam es zu einer kontroversen Situation. Bayern-Stars Joshua Kimmich (31) und Michael Olise (24) erhielten in der Schlussphase des 6:1-Sieges jeweils eine Gelbe Karte. Diese Verwarnungen führen zu einer Sperre für das Rückspiel, sorgen aber gleichzeitig dafür, dass beide Spieler mit einem sauberen Kartenkonto ins Viertelfinale gehen könnten.

Clevere Taktik oder Zufall?

Während Olise sich vor einem Eckball auffällig viel Zeit ließ und Richtung Fankurve ging, stoppte Kimmich vor der Ausführung eines Freistoßes mehrfach ab. Dies provozierte Bergamo-Profi Yunus Musah (23), der den Ball wegschoss und ebenfalls eine Gelbe Karte erhielt. Auf den ersten Blick wirken diese Aktionen unnötig, doch Experten wie Mats Hummels sehen darin eine bewusste Taktik.

Der ehemalige Bayern-Star und heutige Amazon-Prime-Experte äußerte klare Vermutungen: "Ich glaube, wir wissen alle, was passiert ist. Ich finde es wunderbar, wie er es erklärt hat. Er hat die Situation noch sehr genau im Kopf, was er da vorhatte. Aber es war uns allen klar, dass er sich noch eine Gelbe holt." Hummels verwies dabei auf den Fall von Sergio Ramos, der 2019 für zwei Spiele gesperrt wurde, nachdem er absichtlich eine Gelbe Karte provoziert hatte.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Kimmichs Erklärung und Uefa-Reaktion

Joshua Kimmich betonte nach dem Spiel, dass seine Gelbe Karte nicht geplant gewesen sei: "Generell bin ich schon einer, der jedes Spiel machen möchte. Aufgrund des guten Ergebnisses im Hinspiel, glaube ich, schaffen wir das auch so." Er erklärte die Situation damit, dass er zu lange für die Freistoßausführung gebraucht habe und Musah daraufhin "durchgedreht" sei.

Die Uefa äußerte sich auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur zurückhaltend, teilte aber mit: "Sobald Vorfälle gemeldet werden, werden Verfahren eingeleitet. Sollten diese zu Disziplinarmaßnahmen führen, werden diese auf der Uefa-Disziplinar-Homepage veröffentlicht." Eine nachträgliche Sperre wie im Fall von Ramos gilt jedoch als unwahrscheinlich, da klare Beweise fehlen und Kimmichs Erklärung plausibel erscheint.

Sportlicher Kontext und Auswirkungen

Durch die 6:1-Führung aus dem Hinspiel ist das Rückspiel für Bayern München sportlich kaum noch relevant. Die Sperre von Kimmich und Olise für dieses Spiel könnte sich daher als strategischer Vorteil erweisen, da beide Spieler mit einem leeren Kartenkonto in die möglichen Viertelfinal-Duelle gegen Top-Klubs wie Real Madrid oder Manchester City gehen würden.

Die Situation erinnert an vergangene Fälle im europäischen Fußball, bei denen Spieler bewusst Gelbe Karten provozierten, um für unwichtigere Spiele gesperrt zu werden und für entscheidende Partien mit sauberer Disziplinarbilanz antreten zu können. Ob dies bei Kimmich und Olise der Fall war, bleibt jedoch spekulativ.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration