Marie-Louise Eta, Interimstrainerin von Union Berlin, hat sich gegen eine verpflichtende Frauenquote im Profifußball ausgesprochen. Im Interview mit dem Magazin „Stern“ betonte die 34-Jährige, dass sie nicht wegen ihres Geschlechts, sondern aufgrund ihrer Leistung und Qualitäten eingestellt werden möchte.
Eta hatte Ende April als erste Frau den Cheftrainerposten bei den Männern von Union Berlin übernommen und führte das Team mit sieben Punkten aus fünf Spielen zum Klassenerhalt. Trotz dieses Erfolgs sieht sie noch einen weiten Weg zur vollständigen Akzeptanz von Frauen im Profifußball. „Ein Wandel braucht Zeit. Man darf nicht vergessen, dass Frauenfußball in Deutschland lange ein gesellschaftliches Tabu war“, so Eta.
Die ehemalige Bundesliga-Spielerin wird in der kommenden Saison das Frauen-Team von Union Berlin trainieren. Sie zeigt sich dankbar für ihre Erfahrung und hofft, andere Frauen und Mädchen zu inspirieren: „Meine Geschichte zeigt, dass alles erreichbar ist im Leben.“



