Vom Bundesliga-Feld zur Gastronomie: Ex-Profi Sascha Dum serviert jetzt Bier
Ex-Bundesliga-Profi Sascha Dum arbeitet jetzt als Kellner

Vom Bundesliga-Feld zur Gastronomie: Ex-Profi Sascha Dum serviert jetzt Bier

Essen – Sascha Dum, einst ein bekannter Name in der Bundesliga, hat nach seiner aktiven Fußballkarriere einen ungewöhnlichen Berufswechsel vollzogen. Der 39-Jährige, der in 65 Bundesligaspielen für Alemannia Aachen und Bayer Leverkusen auflief, arbeitet heute als Kellner in einem Restaurant in Essen. Statt in Stutzen und Trikot trägt er nun Trachtenweste und Kniestrümpfe, während er Gäste bedient.

Bier statt Bundesliga: Ein neuer Lebensabschnitt

In einem Interview mit „Radio Essen“ erklärte der ehemalige Mittelfeldspieler, der auch mit Toni Kroos zusammenspielte, seinen Schritt in die Gastronomie. „Ich glaube, keinen meiner Ex-Mitspieler würde es überraschen, dass ich jetzt hier bin“, sagte Dum. „Die Ernährung war schon während der Karriere immer sehr brauhaus-lastig. Da kann man davon ausgehen, dass es sich wie der richtige Weg anfühlt.“ Seine Bundesliga-Premiere feierte er im Februar 2005 unter Trainer Klaus Augenthaler bei Leverkusens 4:2-Sieg gegen Nürnberg.

In seinen 65 Bundesliga-Einsätzen stand Dum 15 Mal in der Startelf, erzielte zwei Tore (beide für Aachen) und bereitete vier vor (jeweils zwei für Leverkusen und Aachen). Sein letztes Bundesliga-Spiel absolvierte er im April 2009 bei Leverkusens 0:1-Niederlage gegen Karlsruhe. Fast 17 Jahre später wird der ehemalige U21-Nationalspieler, der fünf Länderspiele bestritt, nur noch selten erkannt. „Brauchen tu ich das nicht mehr“, so Dum. „Es kommt auf die Reaktion an. Wenn ich nicht gerade durchbeleidigt werde, finde ich das ganz schön.“

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Parallelen zwischen Fußball und Gastronomie

Dum beschreibt seine neue Tätigkeit als eine Art Fortsetzung seiner Fußballkarriere. „Es hat ein bisschen was von einer großen Fußballmannschaft. Man muss sich auf jeden einzelnen einstellen“, erklärt er. Über die Gäste sagt er mit einem Schmunzeln: „Manche Gäste wollen ein bisschen lustig und ein bisschen einen lockeren Spruch haben. Aber es gibt genauso gut Gäste, die wollen einen vorzüglichen Service. Dann schicke ich halt jemand anderen.“

Der Schritt in die Gastronomie war für ihn eine bewusste Entscheidung. „Irgendwann kam der Schritt in die Gastronomie, weil ich das mal ausprobieren wollte. Für mich genau das Richtige. Und so lange mir das so viel Spaß macht, will ich auch nichts anderes machen“, so der Ex-Profi. Heute genießt er das Leben abseits des Rampenlichts und findet Erfüllung in seiner neuen Rolle.

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