Ex-HSV-Star Romeo Castelen zu 18 Monaten Haft verurteilt - Geldwäschevorwürfe bestätigt
Ex-HSV-Star Castelen zu 18 Monaten Haft verurteilt

Gerichtsurteil: Ehemaliger HSV-Fußballprofi muss ins Gefängnis

In einem aufsehenerregenden Strafprozess in den Niederlanden ist der frühere Profifußballer Romeo Castelen zu einer Freiheitsstrafe verurteilt worden. Der heute 42-Jährige, der von 2007 bis 2011 für den Hamburger SV aktiv war, muss wegen Geldwäsche für 18 Monate ins Gefängnis, wobei sechs Monate dieser Strafe zur Bewährung ausgesetzt wurden. Zusätzlich verhängte das zuständige Gericht in Zwolle eine Geldzahlung in Höhe von zwei Millionen Euro gegen den Ex-Spieler.

Festnahme am Flughafen Schiphol mit Bargeld im Gepäck

Der Fall nahm bereits im Jahr 2019 seinen Anfang, als Castelen am Amsterdamer Flughafen Schiphol festgenommen wurde. Er befand sich auf dem Weg nach China, als Ermittler bei einer Routinekontrolle in seinem Handgepäck 139.000 Euro in bar entdeckten. Castelen gab damals an, das Geld stamme aus Casino-Gewinnen sowie dem Verkauf hochwertiger Uhren. Trotz dieser Erklärungen verfolgten die niederländischen Behörden die Ermittlungen weiter und brachten schwere Vorwürfe der Geldwäsche ins Spiel.

Geldwäsche über chinesischen Fußballverein nachgewiesen

Nach intensiven Ermittlungen sah das Gericht es als erwiesen an, dass Castelen über den chinesischen Klub Zhejiang Yiteng mehrere Millionen Euro an Schwarzgeld gewaschen haben soll. Der ehemalige Profi stand bis 2017 bei diesem Verein unter Vertrag, und laut Gerichtsurteil war auch der damalige Sportdirektor des Clubs in die illegalen Geschäfte involviert. Ein weiterer Angeklagter in dem Verfahren erhielt ebenfalls eine kombinierte Haft- und Geldstrafe, was die systematische Natur der kriminellen Aktivitäten unterstreicht.

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Staatsanwaltschaft forderte ursprünglich höhere Strafe

Interessant ist, dass die Staatsanwaltschaft ursprünglich eine deutlich härtere Strafe von drei Jahren Freiheitsentzug beantragt hatte. Das Gericht folgte diesem Antrag nicht in vollem Umfang, verhängte aber dennoch eine substanzielle Sanktion. Castelen, der neben seiner Zeit beim HSV auch für renommierte Vereine wie Feyenoord Rotterdam spielte, kündigte umgehend an, gegen das Urteil Berufung einzulegen. Damit könnte der juristische Prozess noch weiter andauern.

Dieser Fall wirft ein Schlaglicht auf die dunklen Seiten des Profifußballs und zeigt, wie ehemalige Spieler in kriminelle Machenschaften verwickelt werden können. Die Verurteilung eines bekannten Ex-Profis wie Romeo Castelen sendet ein deutliches Signal gegen Geldwäsche im Sportumfeld.

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