Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft muss bei der Weltmeisterschaft in Finnland auf den verletzten Ex-NHL-Stürmer Dominik Kahun verzichten. Bundestrainer Toni Söderholm zeigte sich enttäuscht über den Ausfall des 26-Jährigen, der zuletzt im WM-Test gegen Österreich noch zum Einsatz gekommen war.
Kahun ist nicht der einzige prominente Fehlende im deutschen Kader. Auch die Stürmer Manuel Wiederer, Patrick Hager und Frederik Tiffels sagten kurzfristig ab. Söderholm wollte die Gründe für die Absagen nicht nennen, deutete aber an, dass die lange Saison mit bis zu 70 Spielen bei vielen Spielern Spuren hinterlassen habe.
Trotz der Verstärkung durch sieben Spieler des Meisters Berlin und des Vizemeisters München bleiben laut Söderholm Schwachstellen im Team, besonders in der Defensive. Die deutsche Mannschaft startet am Freitag gegen Titelverteidiger Kanada ins Turnier, nachdem sie im letzten Test gegen Österreich nur knapp mit 3:1 gewann und dabei keine WM-Form zeigte.
Neben Kahun fehlen auch die früheren NHL-Profis Tom Kühnhackl und Tobias Rieder. NHL-Topstar Leon Draisaitl wird voraussichtlich nicht nachnominiert. Söderholm erwägt, nicht alle Kaderplätze sofort zu melden, um später eventuell weitere Spieler aus Nordamerika nachrücken zu lassen.
Die verbliebenen NHL-Profis Moritz Seider, Tim Stützle und Philipp Grubauer sollen das Team führen. Torhüter Grubauer zeigte sich zuversichtlich: „Natürlich ist unser Ziel, Gold zu holen.“ Das WM-Ziel soll nach DEB-Angaben erst in den kommenden Tagen festgelegt werden.



