Ex-Schalker Boujellab führt Havelse zum Heimsieg gegen Schweinfurt
Ex-Schalker Boujellab glänzt bei Havelse-Sieg

Mit einem 3:2-Sieg gegen Schweinfurt hat sich der TSV Havelse von seinen Fans verabschiedet. Der Dorfklub aus Garbsen bei Hannower gewann das letzte Heimspiel der Saison in der 3. Liga. Beide Mannschaften standen bereits vor der Partie als Absteiger fest. Am letzten Spieltag am 16. Mai müssen die Havelser noch auswärts in Aachen antreten.

Boujellab als Matchwinner

Überragender Spieler beim Heimfinale war Nassim Boujellab. Der 26-jährige ehemalige Schalker erzielte zwei Tore und bereitete den Siegtreffer durch Lorenzo Paldino vor. Mit nun zwölf Scorerpunkten (sieben Tore, fünf Assists) in dieser Saison unterstreicht er seine Bedeutung für das Team.

Früher Platzverweis und Rückstand

Das Spiel begann für Havelse mit einem Schock. Im Eilenriedestadion von Zweitligist Hannover 96 flog Noah Plume nach nur 28 Minuten vom Platz. Der bereits verwarnte Verteidiger rutschte im Strafraum aus und konnte Schweinfurts Sebastian Müller nur noch mit einem Foul stoppen. Johannes Geis, der 121 Bundesliga-Spiele für Fürth, Mainz und Schalke bestritt, verwandelte den fälligen Strafstoß zur Gästeführung.

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Boujellab gleicht aus

In Unterzahl zeigte Havelse Moral. Boujellab glich per Kopf nach einer Ecke zum 1:1 aus (30.). Schweinfurt ging erneut in Führung durch Kristian Böhnlein (36.), doch Boujellab egalisierte auch diesen Rückstand. Mit viel Gefühl platzierte er einen Schuss links unten zum 2:2 (54.).

Siegtreffer in der Schlussphase

Havelse steckte den frühen Platzverweis weg, holte zweimal einen Rückstand auf und schaffte sogar noch den Sieg. Boujellab glänzte diesmal als Vorbereiter. Er zog von links auf das Schweinfurter Tor mit Ex-96-Keeper Toni Stahl zu, legte quer auf Paldino. Der drückte den Ball im Fallen zum 3:2 ins Netz (81.).

Trainer setzt neues Ziel

Nach dem besiegelten Abstieg vor einer Woche in Verl (4:0) hatte Trainer Samir Ferchichi ein neues Saisonziel ausgerufen: den ersten Abstiegsplatz 17 zu verteidigen. Die Chance darauf wahrte seine Mannschaft mit dem Sieg.

Schweinfurt droht Negativrekord

Schweinfurt (21 Punkte) droht als schlechtester Absteiger in die Drittliga-Geschichte einzugehen. Bislang hält diesen Negativrekord Werder Bremen II, das 2011/12 mit 22 Punkten in die 4. Liga abstürzte.

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