FC Nürnberg sucht Vorbild in Spanien für Stadionlösung
Der 1. FC Nürnberg arbeitet intensiv an der Zukunft seiner Heimspielstätte. Bis zum Jahr 2031 plant der Club, in einem vollständig erneuerten Max-Morlock-Stadion zu spielen. Für die voraussichtlich mehr als drei Jahre dauernde Umbauphase wird derzeit eine sogenannte Zwei-Stadion-Lösung als ernsthafte Option geprüft. Dabei würde der FCN während der Bauarbeiten seine Heimspiele in einem temporären Interimsstadion austragen.
Spanien-Reise liefert wertvolle Erkenntnisse
Um sich ein konkretes Bild von dieser Möglichkeit zu machen, reisten Verantwortliche des Clubs kürzlich extra nach Saragossa in Spanien. Anlass ist die Fußball-Weltmeisterschaft 2030, die in Marokko, Portugal und Spanien ausgetragen wird. Saragossa ist einer der Spielorte und hat dafür sein altes Estadio de la Romareda abgerissen. Um den ansässigen Verein während der Neubauphase nicht auf einer Baustelle spielen zu lassen, wurde ein provisorisches Ausweichstadion mit einer Kapazität von etwa 20.000 Zuschauerplätzen errichtet. Die Baukosten beliefen sich auf rund 13 Millionen Euro.
Stefan Heim, Finanzvorstand des 1. FC Nürnberg und gleichzeitig Leiter des Stadionprojekts, zeigte sich beeindruckt: „Unser Besuch in Saragossa war äußerst lehrreich. Wir konnten viele praktische Erkenntnisse sammeln. Das Beispiel zeigt deutlich, dass Ausweichstadien eine realistische und machbare Alternative für solche Übergangsphasen darstellen können.“
Nächste Schritte in Nürnberg
Die gewonnenen Eindrücke sollen nun in die weiteren Planungen einfließen. Es muss intensiv geprüft werden, ob ein ähnliches Interimsstadion auch in Nürnberg realisierbar ist. Als möglicher Standort wird das Areal am ehemaligen Rangierbahnhof an der Brunecker Straße diskutiert. Die Nürnberger Variante eines temporären Stadions soll nach aktuellen Vorstellungen eine etwas größere Kapazität von bis zu 25.000 Plätzen aufweisen.
Die detaillierte Prüfung, die auch die genauen Kosten umfasst, soll bis zum Sommer dieses Jahres abgeschlossen sein. Damit wird die Zwei-Stadion-Lösung für den 1. FC Nürnberg immer konkreter und könnte den Weg für eine nahtlose Übergangsphase während der Modernisierung des traditionsreichen Max-Morlock-Stadions ebnen.



