Der 1. FC Magdeburg steckt im Abstiegskampf der 2. Bundesliga und muss am Sonntag (13.30 Uhr) gegen Hertha BSC unbedingt gewinnen. Drei Punkte sind fast überlebensnotwendig, um die Klasse zu halten. Dabei wächst der Druck auf die Mannschaft nicht nur durch die sportliche Situation, sondern auch durch die neuen Rahmenbedingungen: Das kürzlich vorgestellte, zwölf Millionen Euro teure Funktionsgebäude neben der Avnet Arena ist auf Bundesliga-Niveau ausgelegt und erhöht die Erwartungen.
Sander warnt vor zu viel Druck
Trainer Petrik Sander (65) spricht offen über die schwierige Gemengelage. „Wir dürfen jetzt nicht zu viel auf die Mannschaft abladen. Den Jungs einen noch schwereren Rucksack aufzusetzen, wäre die falsche Maßnahme“, betont er. „Sie dürfen sich nicht mit zu vielen anderen Dingen beschäftigen.“ Dennoch ist sich Sander der Bedeutung der neuen Infrastruktur bewusst: „Das Gebäude läutet eine neue Ära ein. Es wird hohen Ansprüchen genügen und ist eine Qualitätssteigerung. Dem wollen wir natürlich gerecht werden.“
Der Kopf entscheidet im Abstiegskampf
Für Sander steht fest: „Der Abstiegskampf wird in erster Linie im Kopf entschieden.“ Daher muss der Trainer den Spagat zwischen gewachsenen Ansprüchen und der mentalen Belastung seiner Spieler meistern. Positive Nachricht: Torjäger Mateusz Zukowski kehrt nach seiner Sperre zurück. Der Pole wurde in Nürnberg schmerzlich vermisst und soll am Sonntag wieder für Tore sorgen. Sander ergänzt: „Es wird darauf ankommen, bei welcher Mannschaft der Wille größer ist. Hertha besitzt eine hohe individuelle Klasse.“
Ob der zuletzt angeschlagene Tobias Müller (Knöchelverletzung) rechtzeitig fit wird, entscheidet sich kurzfristig. Die Fans hoffen auf einen Sieg, um den Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätze zu halten.



