Felix Lepper: Deutscher Football-Talent steht vor dem Sprung in die NFL
Felix Lepper: Deutscher vor Sprung in die NFL

Felix Lepper: Ein Deutscher auf dem Weg in die NFL

Mit Felix Lepper könnte bald ein weiterer deutscher Football-Spieler den Sprung in die National Football League (NFL) schaffen. Der 23-jährige gebürtige Hesse befindet sich derzeit im entscheidenden Abschnitt des International Player Pathway Program (IPP-Programm) der NFL und steht kurz vor dem wichtigsten Tag seiner sportlichen Karriere.

Der Traum ist zum Greifen nah

„Es ist unbeschreiblich, der Traum ist zum Greifen nahe“, beschreibt Lepper seine aktuelle Situation. Seit Januar trainiert der ehemalige Spieler der Hamburg Sea Devils aus der European League of Football (ELF) in Florida mit anderen internationalen Talenten. Mit teilweise sieben Trainingstagen pro Woche über zehn Wochen hat er intensiv an seiner Vorbereitung gearbeitet. „Ich habe viel investiert und will jetzt natürlich die Früchte ernten“, so der motivierte Athlet.

Der entscheidende Pro Day in Washington

Nach intensiven Vorbereitungen reiste Lepper bereits am Samstag nach Washington, wo am Montag der sogenannte Pro Day stattfindet. An diesem Tag beobachten und analysieren die Trainer und Scouts aller 32 NFL-Teams die Athleten des Programms beim Training. „Ich schätze meine Chancen immer noch als realistisch ein. Wenn überhaupt, dann haben sie sich zum Positiven verändert“, erklärt Lepper vorab.

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Bereits im Vorfeld hatten einige Teams die Möglichkeit genutzt, die Spieler persönlich kennenzulernen. „Wir hatten jetzt hier im Camp schon eine Handvoll Teams, die mal vorbeigeguckt, uns begleitet und Interviews mit uns hatten“, berichtet Lepper. Dabei ging es vor allem darum, die Persönlichkeit der Spieler und ihren Football-IQ zu erfassen.

Vorbilder und Karrierewege

Felix Lepper orientiert sich an erfolgreichen Vorbildern wie Jakob Johnson, einem deutschen Profi, der das Programm als Sprungbrett in die NFL nutzen konnte. Das prominenteste Beispiel des Programms ist jedoch Jordan Mailata aus Australien, der ohne College-Erfahrung in den USA den Sprung in die NFL schaffte und mittlerweile zu den bestbezahlten Offensive Linemen gehört.

„Jordan Mailata und Joe Alt schaue ich mir oft an“, verrät Lepper. „Allein durch die Körpermaße versuche ich immer, nach Spielern zu schauen, die einen ähnlichen Körperbau haben.“ Seine eigenen Stärken sieht der Deutsche „beim Game-IQ, meiner Technik und meiner Arbeitseinstellung“.

Die nächsten Schritte

Nach dem Pro Day geht es für Lepper und seine Trainingskollegen für zwei Wochen zurück nach Florida, wo Teams die Möglichkeit haben, individuelle Workouts zu vereinbaren. Am 15. April kehrt der Deutsche vorübergehend nach Deutschland zurück, doch schon Mitte Juli beginnen die Trainingscamps der NFL – dort will Lepper unbedingt dabei sein.

Sollte kein Team Lepper im NFL-Draft vom 23. bis 25. April auswählen, bleibt der Traum noch nicht vorbei. Über die Trainingskader besteht weiterhin die Möglichkeit, sich bei einem NFL-Team in den Vordergrund zu spielen. Die Teams haben neuerdings einen zusätzlichen Platz speziell für internationale Profis.

Das Programm als Chance

Das International Player Pathway Program der NFL hat sich zum Ziel gesetzt, talentierte Spieler aus der ganzen Welt auf die höchste Football-Liga vorzubereiten. Besonders Spielern, die kein College in den USA besucht haben, bietet es eine einzigartige Möglichkeit. Im vergangenen Jahr nahmen aus deutscher Sicht bereits Leander Wiegand, Maximilian Mang und Lenny Krieg am Programm teil.

Für Felix Lepper steht nun alles auf dem Spiel: „Ich würde jedes Team mit Kusshand nehmen. Ein richtiges Traumteam ist allerdings schwierig. Der große Traum ist es einfach, es zu schaffen.“ Der gebürtige Hesse lebt seinen Traum – und dieser könnte schon bald Wirklichkeit werden.

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