Werder Bremens Klubchef Filbry verteidigt Sportchef Fritz trotz sportlicher Krise
Filbry verteidigt Fritz: Keine Köpfe fordern bei Werder

Werder Bremens Klubchef Filbry verteidigt Sportchef Fritz in der sportlichen Krise

Klaus Filbry, der Vorsitzende der Geschäftsführung von Werder Bremen, hat sich in einem aktuellen Interview deutlich hinter den Sport-Geschäftsführer Clemens Fritz gestellt. Angesichts der anhaltenden sportlichen Talfahrt des Vereins wies er Forderungen nach weiteren personellen Konsequenzen entschieden zurück. "Den Unmut von außen nehmen wir ernst und setzen uns damit auseinander", erklärte Filbry gegenüber der DeichStube. "Wir dürfen die Augen davor auch nicht verschließen, aber ich bin trotzdem überzeugt davon, dass wir jetzt Ruhe und Zusammenhalt brauchen."

Keine Köpfe fordern, sondern auf Ergebnisse warten

Filbry betonte, dass es in der aktuellen Situation kontraproduktiv sei, nach personellen Veränderungen zu rufen. "Es bringt nichts, Köpfe zu fordern. Wir – und das schließt intern wie extern ein – dürfen uns nicht selbst zerlegen", so der Klubchef. Stattdessen kündigte er an, dass sich der Verein im Sommer einer Bewertung anhand der sportlichen Ergebnisse stellen werde. "Im Sommer werden wir uns dann an den Ergebnissen messen lassen."

Werder Bremen befindet sich derzeit in einer prekären Lage: Nach elf Spielen ohne Sieg steht der Verein auf dem Relegationsrang und ist damit in akuter Abstiegsgefahr. Vor dem anstehenden Heimspiel am Samstag gegen Bayern München richtet sich die Kritik insbesondere gegen Sport-Geschäftsführer und Kaderplaner Clemens Fritz.

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Filbry lobt Fritz als resilient und lösungsorientiert

In seiner Verteidigung beschrieb Filbry Fritz als eine Person mit bemerkenswerten Eigenschaften. "Ich nehme Clemens als sehr resilient, lösungsorientiert, selbstreflektiert und auch als selbstkritisch wahr. Er blickt mit voller Energie nach vorne", sagte der Klubchef. Er verwies darauf, dass Fritz sowohl als Spieler als auch in seiner aktuellen Rolle bereits ähnlich schwierige Situationen durchlebt habe. "Er wird daraus gestärkt hervorgehen – als Mensch und als Führungskraft."

Filbry hob zudem die bisherigen Verdienste von Fritz hervor. Dieser habe bereits an der Seite von Frank Baumann eine stabilisierende Rolle gespielt und war an wichtigen Transfers beteiligt, wie beispielsweise der Verpflichtung von Senne Lynen oder dem Transfer von Karim Coulibaly vom HSV. "Ja, nicht alle Transfers sind aufgegangen, aber auch bei Weitem nicht alle daneben. Das kommt mir aktuell zu kurz", so Filbry, der damit auf die oft einseitige Kritik an der Transferpolitik anspielte.

Die Aussagen von Klaus Filbry unterstreichen den Willen der Vereinsführung, in der Krise zusammenzustehen und nicht voreilige Entscheidungen zu treffen. Ob diese Strategie angesichts des sportlichen Drucks und der Erwartungen der Fans aufgeht, wird sich in den kommenden Wochen und Monaten zeigen müssen.

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