Terminkonflikt am Freitag: Mainz-Trainer Fischer positioniert sich eindeutig
Am kommenden Freitagabend steht Fußballfans und Karnevalsbegeisterten ein echter Programmkonflikt bevor. Das Bundesligaspiel des FSV Mainz 05 beim Tabellenzweiten Borussia Dortmund (20.30 Uhr) kollidiert zeitlich mit der traditionsreichen Fastnachtssitzung aus dem Kurfürstlichen Schloss in Mainz, die im ZDF übertragen wird.
Fischers klare Präferenz: Fußball vor Fastnacht
Mainz-Trainer Urs Fischer hat dazu eine eindeutige Position bezogen. „Für mich eindeutig: Fußball. Aber in Mainz ist das glaube ich zum Teil etwas anders“, erklärte der Schweizer am Tag vor Weiberfastnacht. Mit einem charakteristischen Lächeln fügte er hinzu: „Ich bin nicht so fastnachtsaffin.“
Dennoch wollte der erfahrene Trainer keine Fernsehempfehlung für die Zuschauer abgeben. „Die Leute sind alt genug, eine Entscheidung für sich selber zu treffen“, sagte Fischer in gewohnter nüchterner Art. Allerdings hatte er durchaus einen praktischen Vorschlag parat: Erst das wichtige Auswärtsspiel in Dortmund verfolgen – „und dann feiern“.
Sportlicher Fokus trotz Terminkonflikts
Der 59-jährige Coach konzentrierte sich im weiteren Verlauf des Gesprächs jedoch vorrangig auf sportliche Belange. Mit Blick auf die positiven Ergebnisse der vergangenen Wochen betonte Fischer: „Ich glaube, dass dieses Selbstvertrauen zurückgekommen ist, aufgrund der Resultate, die wir erzielt haben.“
Durch die jüngsten Erfolge hat sich Mainz aus dem Tabellenkeller auf den 14. Platz verbessert. Doch Fischer warnte vor voreiligen Schlüssen: „Es ist noch nichts geschafft und erreicht.“ Die anstehende Aufgabe in Dortmund bezeichnete er als „eine ganz schwierige Aufgabe“.
„Es braucht einen sehr guten Tag von unserer Seite. Und wir hätten nichts dagegen, wenn sie nicht ihren besten Tag haben“, so die taktische Einschätzung des Trainers gegenüber dem starken Gegner aus Dortmund.
Mediale Konkurrenzsituation
Das Freitagsspiel der Mainzer wird bei RTL und Sky übertragen und trifft damit direkt auf die Fastnachtsübertragung des ZDF. Diese ungewöhnliche Konkurrenzsituation zwischen Bundesligafußball und traditionellem Karnevalsprogramm sorgt für Diskussionsstoff in der Medienlandschaft.
Besonders in der Karnevalshochburg Mainz, wo Fastnacht einen besonders hohen Stellenwert genießt, stellt dieser Terminkonflikt viele Fans vor die Qual der Wahl. Fischers klare Präferenz für den Fußball spiegelt dabei seine professionelle Prioritätensetzung wider, während er gleichzeitig die regionale Besonderheit anerkennt.



