Dauerhafte Würdigung für verstorbenen Fortuna-Legende Georg Koch geplant
Die Trauer um den verstorbenen Torwart Georg Koch ist in der Fußballwelt noch immer präsent, doch seine früheren Weggefährten bei Fortuna Düsseldorf arbeiten bereits an einer besonderen Form des Gedenkens. Knapp zwei Wochen nach dem Tod des nur 54-jährigen Torhüters planen ehemalige Mitspieler eine dauerhafte Ehrung für den Kult-Keeper, der am 4. März an Bauchspeicheldrüsenkrebs verstarb.
Brief an Klubführung mit konkreten Vorschlägen
Der ehemalige Fortuna-Profi Vlatko Glavas (63) kündigte in der Rheinischen Post einen offiziellen Brief an die Klubführung an. In diesem Schreiben will Glavas "bestimmte Dinge erfragen" und konkrete Vorschläge unterbreiten. "Zum Beispiel, ob es die Möglichkeit gibt, im Stadion vielleicht einer Tribüne oder einem VIP-Raum seinen Namen zu geben", so der frühere Mitspieler. Glavas betonte die besondere Verbindung: "Georg hat viel für Fortuna geleistet. Er bleibt in meinem Herzen, solange ich lebe."
Vom Aufstieg zum Kult-Status bei den Fans
Georg Koch, liebevoll "Schorsch" genannt, hatte bereits im April 2023 die Krebsdiagnose erhalten. Damals gaben Ärzte ihm nur noch etwa sechs Monate. Gemeinsam mit Fortuna Düsseldorf und Mitspielern wie Glavas schaffte er zwischen 1993 und 1995 den bemerkenswerten Durchmarsch von der 3. Liga in die Bundesliga. Insgesamt absolvierte der Torwart 131 Spiele für den Verein und entwickelte sich zum unumstrittenen Publikumsliebling.
Die Idee einer "Georg-Koch-Tribüne" findet breite Unterstützung. Der damalige zweite Torwart Pierre Esser (55) bezeichnete den Vorschlag als "mit Sicherheit eine tolle Geschichte". Auch weitere ehemalige Düsseldorf-Spieler wie Darko Drazic (63), Sven Backhaus (57) und Karl Werner (59) stehen laut Rheinischer Post hinter der Initiative.
Emotionale Reaktionen in der Fußballwelt
Beim jüngsten Auswärtsspiel in Nürnberg zeigten rund 1700 Fortuna-Fans ihre Verbundenheit mit einer emotionalen Geste. Sie hielten ein Banner mit den Worten "Georg ist die wahre Nummer 1 – Mach et Jot!" hoch, eine Referenz an den charakteristischen Ausspruch des Torwarts. Die Trauer um Koch erfasste nicht nur Düsseldorf, sondern ganz Fußball-Deutschland. Auch seine früheren Vereine – darunter Arminia Bielefeld, MSV Duisburg und der 1. FC Kaiserslautern – äußerten öffentlich ihr Beileid.
Nach seinem Karriereende im Jahr 2009 blieb Koch "seiner" Fortuna weiterhin eng verbunden und war regelmäßiger Gast in der Düsseldorfer Arena. Nun soll sein Name dauerhaft mit dem Verein verbunden bleiben, den er maßgeblich mitgeprägt hat. Die geplante Ehrung würde nicht nur den sportlichen Beitrag würdigen, sondern auch die besondere Persönlichkeit des Torwarts, der über seinen Tod hinaus in den Herzen der Fans weiterlebt.



