Fortuna Düsseldorf steht vor einem möglichen Aderlass im Winter-Transferfenster. Wie die Bild-Zeitung exklusiv erfahren hat, hat der neue Sportvorstand Samir Arabi ein vielversprechendes Talent des Zweitligisten auf seine persönliche Streichliste gesetzt. Es handelt sich um den 19-jährigen Mittelfeldspieler Jannik Werner, der in dieser Saison bereits mit starken Leistungen auf sich aufmerksam gemacht hat. Arabi, der erst im Sommer von Werder Bremen nach Düsseldorf gewechselt war, soll dem Vernehmen nach ernsthaftes Interesse an einer Verpflichtung des Youngsters haben.
Werner: Fortunas neues Goldkind
Jannik Werner gilt als eines der größten Talente im deutschen Fußball. Der gebürtige Düsseldorfer durchlief sämtliche Jugendmannschaften der Fortuna und feierte in der laufenden Spielzeit sein Profidebüt. In 15 Zweitliga-Einsätzen erzielte er drei Tore und bereitete vier weitere vor. Seine Schnelligkeit, Technik und Spielintelligenz haben ihn schnell zum Publikumsliebling gemacht. Fortuna-Trainer Daniel Thioune lobte ihn zuletzt als „Spieler mit außergewöhnlichem Potenzial, der den Unterschied machen kann“.
Arabis Interesse: Ein Deal mit Hindernissen
Samir Arabi, der bei Werder Bremen für seine hervorragende Talentarbeit bekannt ist, soll Werner schon länger beobachten. Nach Informationen der Bild-Zeitung hat er die Verantwortlichen von Fortuna Düsseldorf bereits über sein Interesse informiert. Ein Wechsel im Winter könnte jedoch an der Ablösesumme scheitern. Fortuna fordert angeblich mindestens fünf Millionen Euro für den Mittelfeldspieler, dessen Vertrag noch bis 2027 läuft. Werder Bremen wäre bereit, eine Ablöse im Bereich von drei bis vier Millionen Euro zu zahlen, plus mögliche Bonuszahlungen.
„Jannik ist ein Spieler, der das Zeug hat, den nächsten Schritt zu machen. Aber wir werden ihn nicht unter Wert abgeben“, zitierte die Bild-Zeitung einen nicht namentlich genannten Funktionär aus dem Umfeld der Fortuna. „Samir Arabi kennt den Markt gut, aber wir sind in einer starken Verhandlungsposition.“
Fortuna unter Druck: Sportlich und finanziell
Für Fortuna Düsseldorf wäre ein Abgang von Werner ein schwerer Schlag. Der Verein kämpft in der 2. Bundesliga um den Aufstieg und belegt derzeit den vierten Tabellenplatz, nur zwei Punkte hinter dem Relegationsplatz. Gleichzeitig ist die finanzielle Situation angespannt. Nach Informationen der Bild-Zeitung belaufen sich die Verbindlichkeiten des Klubs auf rund 15 Millionen Euro. Ein Verkauf von Werner könnte dringend benötigte Einnahmen bringen, aber auch sportliche Ambitionen gefährden.
Trainer Thioune zeigte sich kämpferisch: „Wir wollen Jannik halten. Er ist ein wichtiger Teil unserer Mannschaft. Aber wir wissen auch, dass wir im Fußballgeschäft flexibel sein müssen.“
Werners Perspektive: Karrieresprung oder Heimatliebe?
Für Jannik Werner selbst stellt sich die Frage nach dem nächsten Karriereschritt. Ein Wechsel zu Werder Bremen, das in der Bundesliga um den Klassenerhalt kämpft, wäre ein Sprung ins Oberhaus. Allerdings würde er damit seine Heimatstadt Düsseldorf verlassen, wo er verwurzelt ist und eine feste Größe in der Mannschaft darstellt. „Ich fühle mich hier wohl und bin dem Verein dankbar für die Chance, die er mir gegeben hat“, sagte Werner kürzlich in einem Interview. „Aber im Fußball muss man auch über den Tellerrand schauen.“
Die Bild-Zeitung berichtet, dass Werners Berater bereits Gespräche mit Werder geführt haben. Eine Entscheidung soll in den kommenden Wochen fallen. Fest steht: Fortuna Düsseldorf und Samir Arabi stehen vor einem Poker, der weitreichende Folgen für beide Vereine haben könnte.



