Kasupke begrüßt Entscheidung zur Rettung des ICC
Berlins Kulturstaatssekretär Torsten Kasupke hat die Entscheidung des Senats zur Sicherung der Zukunft des Internationalen Congress Centrums (ICC) begrüßt. Das denkmalgeschützte Gebäude am Messegelände soll umfassend saniert und wieder für Kongresse und Veranstaltungen genutzt werden. „Das ICC ist ein architektonisches Juwel und ein Symbol Berlins. Ich freue mich, dass wir es nun erhalten und neu beleben können“, sagte Kasupke am Donnerstag.
Sanierungspläne und Kostenrahmen
Der Senat hatte zuvor beschlossen, das seit 2014 geschlossene ICC für rund 500 Millionen Euro zu sanieren. Die Arbeiten sollen bis 2029 abgeschlossen sein. Das Land Berlin trägt die Kosten, wobei auch Fördermittel des Bundes beantragt werden sollen. Kasupke betonte, dass die Sanierung nicht nur den Erhalt des Gebäudes sichere, sondern auch wirtschaftliche Impulse für die Stadt bringe. „Das ICC wird wieder zu einem Magneten für internationale Kongresse und kulturelle Großveranstaltungen“, so der Staatssekretär.
Bedeutung für den Berliner Veranstaltungsmarkt
Das ICC war einst eines der größten Kongresszentren Europas und bot Platz für bis zu 9.000 Besucher. Nach der Schließung 2014 verlor Berlin eine wichtige Veranstaltungsstätte. Mit der Wiedereröffnung soll die Stadt ihre Position als internationaler Kongressstandort stärken. Kasupke verwies auf die hohe Nachfrage nach großen Veranstaltungsflächen in der Hauptstadt. „Viele Veranstalter haben uns signalisiert, dass sie das ICC vermissen. Die Sanierung ist daher ein wichtiges Signal für die Branche“, erklärte er.
Kritik an Kosten und Zeitplan
Die Pläne stoßen jedoch auch auf Kritik. Die Berliner CDU-Fraktion warnt vor Kostensteigerungen und Verzögerungen. „500 Millionen Euro sind eine enorme Summe, und wir haben in Berlin schon oft erlebt, dass solche Projekte teurer werden als geplant“, sagte der haushaltspolitische Sprecher der CDU, Stefan Evers. Kasupke entgegnete, dass die Kostenschätzung auf gründlichen Gutachten basiere und ein effizientes Projektmanagement sichergestellt sei. „Wir werden die Kosten im Blick behalten und alle Hebel in Bewegung setzen, um den Zeitplan einzuhalten“, so Kasupke.
Nutzungskonzept und kulturelle Perspektiven
Neben Kongressen soll das ICC auch für kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte, Messen und Ausstellungen genutzt werden. Kasupke sieht darin eine Chance, das Haus als „Kultur- und Kongresszentrum“ neu zu positionieren. „Das ICC wird ein Ort der Begegnung für Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur. Ich bin überzeugt, dass es sich zu einem lebendigen Treffpunkt entwickeln wird“, sagte er. Die Sanierung umfasst auch eine Modernisierung der Technik und eine Verbesserung der Energieeffizienz.



