Tunesien scheidet im 1000. WM-Spiel gegen Japan aus
1000. WM-Spiel: Tunesien verliert 0:4 gegen Japan

Tunesien hat im 1000. Spiel der WM-Geschichte gegen Japan die nächste hohe Niederlage kassiert und kann die K.o.-Phase nicht mehr erreichen. 96 Jahre nach der ersten Fußball-Weltmeisterschaft unterlag die Mannschaft des erst während des Turniers engagierten Trainers Hervé Renard den Samurai Blue verdient mit 0:4 (0:2). Bereits vor dem letzten Gruppenspiel gegen die Niederlande steht fest, dass Tunesien Tabellenletzter in Gruppe F bleibt. Japan hat das Erreichen des Sechzehntelfinales im Duell mit Schweden selbst in der Hand.

Frühe Führung und Dominanz Japans

Im mexikanischen Monterrey erzielten Daichi Kamada (4. Minute), Ayase Ueda (31./83.) und Junya Ito (69.) die Tore für Japan. Die Tunesier, die sich nach 1:5 im ersten Spiel gegen Schweden von Coach Sabri Lamouchi getrennt hatten, spielten erneut schwach. Japan legte vor hohem Besuch von Beginn an eine überlegene Leistung hin. „Er und seine Spieler würden dafür sorgen, dass es ein brillantes Spiel wird, das es verdient, das 1.000. Spiel der Weltmeisterschaften zu sein“, hatte Japans Trainer Hajime Moriyasu angekündigt. Vor den Augen von Prinzessin Hisako Takamado legte seine Mannschaft mit viel Power los. Keito Nakamura passte scharf in die Mitte, und der frühere Frankfurter Bundesliga-Profi Kamada traf aus kurzer Distanz zum 1:0.

Die Tunesier, die das Chaos der vergangenen Tage mit Trainerwechsel und Berichten über Unstimmigkeiten im Team offenbar nicht verdaut hatten, kamen überhaupt nicht in die Partie. Es spielte nur Japan. Nach zehn Minuten hätte es bereits 2:0 oder 3:0 stehen können. Unter anderem Tunesien-Keeper Aymen Dahmen bewahrte sein Team mit einem Top-Reflex vor einem weiteren schnellen Gegentor.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Ueda nutzt passives Abwehrverhalten

WM-Veteran Renard, der 2018 Marokko und vier Jahre später Saudi-Arabien auf der größtmöglichen Fußball-Bühne betreut hatte, zeigte sich überhaupt nicht zufrieden. Im oben aufgeknöpften weißen Hemd versuchte der 57 Jahre alte Franzose, brüllend Einfluss zu nehmen. Es half nicht. Japan legte nach. Ueda lief mit dem Ball Richtung Strafraum, wurde nur begleitet, aber nicht angegriffen und bedankte sich dafür. Aus halbrechter Position und 16 Metern traf der Stürmer platziert in die Ecke.

Renards Wechsel bringen keine Besserung

Zur zweiten Hälfte wechselte Renard doppelt. Viel änderte sich nicht. Japan startete zwar nicht so druckvoll wie im ersten Durchgang. Das Team von Moriyasu kontrollierte jedoch die Partie und entschied sie gute 20 Minuten vor dem Ende endgültig. Ito vollendete einen sehenswerten Angriff nach starker Vorarbeit von Ueda zum 3:0. Und der beste Mann auf dem Platz durfte auch selbst nochmal: Das 4:0 erzielte Ueda per Kopf.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration