Razzia gegen Schleuser: Dutzende Vietnamesinnen in Berlin verschwunden
Razzia in Berlin: Dutzende Vietnamesinnen verschwunden

In Berlin sind dutzende vietnamesische Schülerinnen spurlos verschwunden. Nun haben die Behörden eine groß angelegte Razzia gegen mutmaßliche Schleuser durchgeführt. Wie der „Tagesspiegel“ berichtet, wurden am Dienstag 39 Wohnungen und Gewerberäume in der Hauptstadt durchsucht. Zoll, Landeskriminalamt und Bundespolizei waren im Einsatz.

Razzia richtet sich gegen 13 Verdächtige

Laut Ermittlern richtet sich die Razzia gegen 13 Verdächtige, die selbst Vietnamesen sein sollen. Sie könnten mit dem Verschwinden der Schülerinnen in Verbindung stehen. Bei der Aktion stellten die Beamten ein Vermögen im Wert von fünf Millionen Euro sicher. Den Verdächtigen werden zudem Sozialversicherungsbetrug und Lohnraub vorgeworfen.

Hintergrund: Hunderte Vietnamesinnen verschwunden

Bereits im Oktober vergangenen Jahres waren hunderte junge Vietnamesinnen in Berlin spurlos verschwunden. Ein Bericht des „rbb“ hatte enthüllt, dass rund ein Drittel der 700 vietnamesischen Azubis einer Berufsschule in Weißensee nicht mehr zum Unterricht erschienen war. „Niemand weiß, wo die abgeblieben sind“, sagte Sebastian Riesner von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) damals. Er vermutete, dass die jungen Menschen „in irgendwelchen Nagelstudios, schlimmstenfalls in der Prostitution“ landen, „wo sie ihre Schulden abbezahlen“. Bis heute konnte ihr Aufenthaltsort nicht abschließend geklärt werden.

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