E-Mobilität in Sachsen-Anhalt: Nicht alle profitieren
E-Mobilität in Sachsen-Anhalt: Nicht alle profitieren

In Sachsen-Anhalt wurden in den vergangenen Jahren immer mehr öffentliche Ladepunkte für Elektrofahrzeuge errichtet. Laut einer Antwort auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion im Landtag gab es Ende 2024 rund 3.200 Ladesäulen, davon etwa 1.200 Schnellladepunkte. Die meisten Ladepunkte befanden sich in der Landeshauptstadt Magdeburg mit 410.

Das Infrastrukturministerium erklärte, dass in den meisten Teilen des Landes die nächste öffentliche Ladesäule innerhalb weniger Autominuten erreichbar sei. Lediglich die Grundzentren Vorharz (Wegeleben) und Saale-Wipper (Güsten) verfügten über keinen Ladepunkt. Diese Regionen seien jedoch durch die Mittelzentren Bernburg und Halberstadt abgedeckt.

Die Gesamtladeleistung der Ladepunkte beträgt 176.417 Kilowatt. Von 2023 bis 2025 wurden 303 Punkte durch Landesmittel gefördert. Allerdings wurde beobachtet, dass eine hohe Anzahl bewilligter Förderanträge nicht umgesetzt wurde. Im Jahr 2025 wurde kein bewilligtes Vorhaben realisiert, und es gab Fälle, in denen auf Förderung verzichtet wurde. Die Haushaltsmittel wurden nicht ausgeschöpft.

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Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Cornelia Lüddemann, kritisierte das Auslaufen der Förderung Ende 2025. „Wer sich als Staat zurückzieht, riskiert Lücken in der Versorgung und bremst die Verkehrswende aus, vor allem im ländlichen Raum“, erklärte sie. Das Ministerium hingegen sieht den Ausbau als gute Grundlage für die Antriebswende und erwartet, dass die Ladeinfrastruktur künftig durch Marktteilnehmer nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten ausgebaut wird.

Eine landesweite Erfassung der Ladepunkte gibt es nicht; die Daten stammen von der Bundesnetzagentur.

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