Polizei fahndet nach Abdul B. nach Todesfahrt beim Berliner CSD
Polizei fahndet nach Abdul B. nach CSD-Todesfahrt

Die Berliner Polizei fahndet weiter nach Abdul B., einem 21-jährigen Deutschen mit libanesischen Wurzeln, der am Samstagabend beim Christopher Street Day (CSD) im Tiergarten einen weißen Citroën-Transporter in eine Menschenmenge gesteuert haben soll. Eine 32-jährige Frau kam ums Leben, mindestens 16 Menschen wurden verletzt, drei von ihnen schweben in Lebensgefahr.

Die Tat: Transporter rast in CSD-Teilnehmer

Gegen 22 Uhr fuhr der Wagen in der Lennéstraße direkt in eine Gruppe von Feiernden. Das Motiv wird von den Behörden als mutmaßlich islamistisch eingestuft. Der Gesuchte Abdul B. werde der islamistischen Szene Berlins zugerechnet, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Sonntag mit. Er sei polizeibekannt und bereits mehrfach durch Straftaten aufgefallen, darunter auch Gewaltdelikte. Unbestätigten Berichten zufolge soll er zuletzt in Jugendarrest gesessen haben, aber im Mai 2026 entlassen worden sein.

Der Verdächtige: Wer ist Abdul B.?

Abdul B. wurde 2005 in Berlin geboren und besitzt die deutsche Staatsbürgerschaft. Er gilt als schlank, etwa 1,90 Meter groß, mit schwarzen Haaren. Zeugen beschrieben ihn zur Tatzeit mit einem schwarzen Hoodie und einer weißen Hose. Nach Informationen dieser Redaktion soll er zuletzt an der Bissingzeile in Schöneberg gemeldet gewesen sein. Noch in der Nacht durchsuchten Beamte eine Wohnung in diesem Bereich. Auch in Kreuzberg nahe des Anhalter Bahnhofs gab es am Sonntagvormittag eine Durchsuchung, deren Zusammenhang mit dem Fall jedoch noch unklar ist.

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Fahndung: Polizei warnt vor Kontakt

Die Polizei warnt davor, Abdul B. anzusprechen, da er als bewaffnet und gefährlich eingestuft wird. Die Fahndung läuft auf Hochtouren – unter anderem mit Hubschraubern und Personenspürhunden. Es wird vermutet, dass er sich noch in Berlin oder Umland aufhält. Die Ermittler bitten die Bevölkerung um Hinweise zu seinem Aufenthaltsort. Ein Foto des Gesuchten wurde bereits veröffentlicht.

Reaktionen: Politik verurteilt Anschlag

Der Berliner Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) sprach von einem „Angriff auf unsere freie Gesellschaft“. Man müsse mit aller Härte gegen extremistische Gewalt vorgehen. Auch Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) zeigte sich bestürzt und sicherte die volle Unterstützung des Bundes zu. Der CSD als Feier der Vielfalt und Toleranz sei bewusst angegriffen worden. Am Sonntagabend versammelten sich Hunderte Menschen zu einer Mahnwache am Tatort.

Die Ermittlungen dauern an. Die Polizei sucht weiterhin nach Zeugen, die verdächtige Beobachtungen im Umfeld der Lennéstraße gemacht haben.

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