Ein eineinhalbjähriges Mädchen ist in Almada, Portugal, gestorben, nachdem es offenbar von seiner Mutter im Auto vergessen wurde. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. Der Vorfall ereignete sich am Donnerstag, dem 24. Juli 2026, in der Stadt südlich von Lissabon.
Mutter vergisst Kind auf dem Weg zum Kindergarten
Laut Berichten der portugiesischen Nachrichtenagentur Lusa, die sich auf die Polizei beruft, war die Mutter mit dem Kind am Morgen auf dem Weg zu einer Kindertagesstätte. Aus noch ungeklärten Gründen vergaß sie das Mädchen im Fahrzeug. Erst am Nachmittag, als die Mutter das Kind wieder abholen wollte, bemerkte die Einrichtung, dass es nie angekommen war. Daraufhin suchte die Mutter das Auto auf und fand ihre Tochter leblos auf dem Rücksitz.
Rettungskräfte versuchten noch, das Kind wiederzubeleben, jedoch ohne Erfolg. Die genaue Todesursache wird derzeit ermittelt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, um die Umstände des tragischen Vorfalls zu klären.
Hitze im Auto wird schnell zur tödlichen Gefahr
Immer wieder sterben im Sommer Babys und Kleinkinder, die in Autos zurückgelassen werden. Ein in der Sonne geparktes Auto heizt sich extrem schnell auf. Laut ADAC beträgt die Temperatur im Wageninneren bei einer Außentemperatur von 28 Grad und leicht geöffneten Fenstern bereits nach zehn Minuten 38 Grad, nach 20 Minuten sogar 45 Grad. Solche Temperaturen können für Kleinkinder innerhalb kurzer Zeit lebensbedrohlich werden.
Der Fall in Almada erinnert an ähnliche Vorfälle in Deutschland, wie etwa im Juni 2024 in Schorndorf bei Stuttgart, wo ein Kleinkind nach einem Hitzschlag im Auto starb. Experten raten Eltern dringend, Kinder niemals allein im Auto zu lassen, auch nicht für kurze Zeit.
Ermittlungen der Polizei laufen
Die portugiesische Polizei ermittelt nun gegen die Mutter. Es ist unklar, ob Fahrlässigkeit oder ein anderer Straftatbestand vorliegt. Die Behörden haben eine Obduktion angeordnet, um die genaue Todesursache zu klären. Der Fall hat in Portugal große Bestürzung ausgelöst.



