WM-Aus für Tunesien: Nächste Klatsche gegen Japan – Khedira leidet mit
WM-Aus für Tunesien: Nächste Klatsche gegen Japan

Fünf Tage nach dem Trainer-Knall bei Tunesien sind die Nordafrikaner erneut chancenlos: Gegen Japan kassierte die Mannschaft von Neu-Coach Hervé Renard eine deutliche 0:4-Niederlage. Damit steht nach zwei Spielen das WM-Aus fest – Tunesien ist der erste Ausgeschiedene der Weltmeisterschaft 2026.

Früher Rückstand besiegelt Tunesiens Schicksal

Bereits nach 207 Sekunden lag Tunesien im Estadio BBVA in Monterrey (Mexiko) zurück. Der ehemalige Frankfurter Daichi Kamada (Crystal Palace) stocherte die Kugel aus wenigen Metern per Hacke über die Linie – 1:0 für Japan. Kamada hatte bereits beim WM-Auftakt gegen Holland mit seinem späten Tor zum 2:2 gerettet.

Auch Ayase Ueda war nicht zu bremsen: Der Stürmer erzielte in der 31. Minute das 2:0 und legte in der 84. Minute das 4:0 nach. Dazwischen traf Junya Ito in der 69. Minute zum 3:0. Die Tunesier waren über die gesamten 90 Minuten klar unterlegen.

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Torlinientechnik verhindert frühes 0:2

Dabei hätte Japan schon früher erhöhen können. Ueda (6.) und Kamada (9.) vergaben gute Chancen. In der 10. Minute verhinderte die Torlinientechnik ein weiteres Tor: Tunesien-Torwart Dahmen – nicht zu verwechseln mit dem Augsburg-Keeper – kratzte die Kugel gerade noch von der Linie. Die Technik bestätigte, dass der Ball nicht mit vollem Umfang hinter der Linie war.

Auf der Tribüne litt der deutsche Weltmeister Sami Khedira (39) mit seinem Bruder Rani. Der Union-Kapitän saß zunächst nur auf der Bank und wurde erst in der 90. Minute eingewechselt.

Trainerwechsel ohne Wirkung

Nach der Auftaktpleite gegen Schweden (1:5) hatten die Tunesier Trainer Sabri Lamouchi durch Hervé Renard ersetzt. Doch der Wechsel zeigte keine Wirkung. Es ist nicht das erste Mal, dass Tunesien während einer WM den Trainer auswechselt: Bereits 1998 musste Henryk Kasperczak nach zwei Pleiten in der Gruppenphase gehen. Auch damals schied Tunesien als Gruppenletzter aus.

Mit null Punkten und 1:9 Toren belegt Tunesien den letzten Platz der Gruppe. Japan führt die Gruppe nach dem 4:0-Sieg mit vier Punkten an, gefolgt von Schweden (drei Punkte) und Holland (ein Punkt).

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