Fortuna Düsseldorf: Mega-Hoffnung Luca Raimund enttäuscht selbst in der 4. Liga
Fortuna: Mega-Hoffnung Raimund enttäuscht in 4. Liga

Fortuna Düsseldorf: Mega-Hoffnung Luca Raimund enttäuscht selbst in der 4. Liga

Die Geschichte wiederholt sich bei Fortuna Düsseldorf auf beinahe tragische Weise. Viele Spieler, die im Sommer nach Düsseldorf wechselten, wurden von Sportvorstand Klaus Allofs (69) und Sportdirektor Christian Weber (42) als Top-Verpflichtungen angepriesen – und enttäuschten dann auf dem Platz. Bei Luca Raimund (20) ist dieser Fall jedoch besonders extrem. Aktuell stellt sich die berechtigte Frage: Wie kam das ehemalige Transfer-Duo auf die Idee, dass dieses einstige Stuttgart-Talent durchstarten würde?

Von der Verheißung zur Enttäuschung

Allofs und Weber schwärmten bei Raimunds Verpflichtung von dessen Potenzial. Sie betonten, dass eine solche Transaktion nur aufgrund der Verletzungshistorie des Spielers möglich gewesen sei und für Fortuna Düsseldorf etwas Besonderes darstelle. Stattdessen fiel der Flügelspieler deutlich länger als erwartet aus. Anschließend hatte er erhebliche Probleme, sich im kriselnden Team zurechtzufinden. Seine aktuellen Leistungen stellen sogar infrage, ob er überhaupt das Niveau der 2. Bundesliga besitzt.

Denn nicht nur bei den Profispielen und im Training wirkt Raimund überfordert, sondern auch bei seinen Einsätzen in der U23-Mannschaft bleibt der erhoffte Erfolg aus. In den letzten vier Partien der 2. Liga schaffte es der Sommer-Neuzugang nicht mehr in den Kader von Trainer Markus Anfang (51). Zweimal schickte ihn der Coach stattdessen zur zweiten Mannschaft zu Jens Langeneke (48). Das Ergebnis: zwei Zu-Null-Niederlagen gegen Gütersloh (0:2) und in Bonn (0:1) – und kein Funken des erwarteten Glanzes beim vermeintlichen Juwel.

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Ohne Torbeteiligung in allen Ligen

Raimund ist sowohl bei seinen insgesamt vier Regionalliga-Einsätzen – er spielte bereits im August bei seinem Comeback zweimal für die U23 – als auch bei seinen neun Profispielen ohne jegliche Torbeteiligung geblieben. In keiner dieser Partien konnte er auch nur annähernd eine gute Leistung zeigen. Beim VfB Stuttgart galt der damals 19-Jährige noch als Top-Talent, für das Fortuna eine Ablöse von 400.000 Euro zahlte und eine Ausstiegsklausel über 6,5 Millionen Euro vereinbarte.

Das fundamentale Problem: Körperliche Unterlegenheit

Doch haben sich Allofs und Weber wirklich so gravierend in dem Offensivspieler getäuscht? Raimunds Balltechnik und Klasse am Ball sind unbestritten, seine technischen Fähigkeiten gehören im Kader zum oberen Drittel. Das entscheidende Manko: Ihm fehlt komplett die Dynamik und vor allem die körperliche Durchsetzungskraft. Gegen seine Mitspieler ist er physisch deutlich unterlegen, weshalb er auch im Training meist untergeht.

Selbst in der Regionalliga, wo er rein fußballerisch eigentlich überlegen sein müsste, hat Raimund aufgrund dieser Defizite erhebliche Probleme. Für den einstigen Jugend-Nationalspieler geht es nach zahlreichen Verletzungen und der aktuellen Leistungskrise nun um nichts Geringeres als seine gesamte Karriere. Will er noch einmal durchstarten, muss er offensichtlich grundlegende Veränderungen vornehmen und seinen Körper auf die Anforderungen des Profifußballs trimmen.

So bleibt die einstige Mega-Hoffnung von Allofs und Weber vorerst nur eine Mega-Enttäuschung für Fortuna Düsseldorf – ein Fall, der exemplarisch für die Transferproblematik des Clubs steht.

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