Frankfurt erkämpft sich wichtigen Heimsieg gegen Heidenheim
Die Eintracht Frankfurt hat in der Bundesliga einen wichtigen Pflichtsieg eingefahren, auch wenn der Erfolg gegen den Tabellenletzten 1. FC Heidenheim mühevoll errungen werden musste. Mit einem 1:0 (0:0) behauptete sich der Europacup-Anwärter vor eigenem Publikum und festigte damit seine Position im oberen Tabellendrittel.
Zähes Spiel mit spätem Durchbruch
Die Partie begann aus Frankfurter Sicht enttäuschend. Trotz überwältigender 71 Prozent Ballbesitz in der ersten Halbzeit und insgesamt 370 gespielten Pässen fehlte es der Mannschaft von Trainer Albert Riera an Durchschlagskraft. Gefährliche Torchancen blieben in den ersten 45 Minuten Mangelware, lediglich Hugo Larsson testete den Heidenheimer Torhüter mit einem harmlosen Schuss (44.).
Der entscheidende Durchbruch gelang erst kurz nach der Pause. Nationalspieler Robin Koch verlängerte einen Ball unorthodox per Kopf, woraufhin Arnaud Kalimuendo in der 53. Minute zur verdienten Führung abschloss. Dieser Treffer schien die Frankfurter zu beflügeln, die fortan präziser nach vorne spielten.
Heidenheims verwehrter Ausgleich und Frankfurter Rückschlag
Die Gäste aus Heidenheim ließen sich jedoch nicht entmutigen und hatten in der 59. Minute beinahe ausgeglichen. Sirlord Conteh nutzte einen langen Ball und traf sehenswert per Heber, doch der Schiedsrichter erkannte den Treffer wegen einer knappen Abseitsstellung nicht an.
Für die Eintracht wurde die Situation kurz darauf kompliziert, als Kapitän Robin Koch in der 73. Minute nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte sah und das Feld verlassen musste. In der Folge musste die dezimierte Mannschaft einige brenzlige Momente überstehen, darunter einen Schuss von Ritsu Doan, der am langen Pfosten vorbeiging (75.).
Tabellensituation und Perspektiven
Mit diesem Sieg sicherte sich Eintracht Frankfurt vorerst den siebten Tabellenplatz, der je nach weiteren Ergebnissen im DFB-Pokal durchaus für eine erneute Teilnahme am europäischen Fußballgeschäft reichen könnte. Für Trainer Albert Riera war es bereits der dritte Heimsieg im dritten Spiel vor eigenem Publikum.
Für den 1. FC Heidenheim hingegen bedeutet die 18. Saisonniederlage einen weiteren Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt. Mit bereits zehn Punkten Rückstand auf den Relegationsrang und einer Konkurrenz, die im Laufe des Spieltags weiter davonziehen könnte, stehen die Zeichen für die Mannschaft vom Voith-Arena auf Abstieg.
Die Frankfurter Defensive zeigte sich erneut stabil und ließ von der unter Rieras Vorgänger Dino Toppmöller noch auffälligen Anfälligkeit nichts erkennen. Dennoch muss an der Chancenverwertung gearbeitet werden, wie die verpasste Kopfballchance von Fares Chaibi in der 61. Minute deutlich machte.



