Frankfurts bittersüßer Sieg: Santos-Verletzung überschattet wichtigen Heimsieg gegen Freiburg
Frankfurts Sieg mit Santos-Drama: Eintracht schlägt Freiburg 2:0

Frankfurts Europapokal-Hoffnungen gestärkt, doch Torhüter-Drama überschattet Sieg

Die Eintracht Frankfurt hat im direkten Duell um die Europapokal-Plätze einen wichtigen Erfolg errungen. Mit einem 2:0-Heimsieg gegen den SC Freiburg konnte sich die Mannschaft von Trainer Albert Riera im Tabellenkampf deutlich positionieren und überholte den direkten Konkurrenten aus dem Breisgau. Dieser sportliche Erfolg wurde jedoch von einem dramatischen Vorfall in der Anfangsphase überschattet.

Schockmoment nach nur 17 Sekunden

Bereits nach 17 Spielsekunden ereignete sich der Albtraum für Eintracht-Torhüter Kauã Santos. Der 22-jährige Brasilianer verletzte sich bei einer mutigen Rettungsaktion gegen den durchgestarteten Freiburger Stürmer Igor Matanovic. Besonders bitter: Die Verletzung betraf ausgerechnet das rechte Knie, in dem sich Santos erst im April des Vorjahres das hintere Kreuzband gerissen hatte.

„Damals spielte Santos gegen Tottenham in der Europa League noch die Halbzeit zu Ende. Jetzt war für den 1,96 Meter großen Torwart sofort Schluss“, musste Michael Zetterer unvorbereitet ins Geschehen eingreifen. Die Ironie des Schicksals: Ausgerechnet Matanovic, der im Sommer von Mainz nach Freiburg gewechselt war, verursachte die Verletzung seines ehemaligen Bundesliga-Kollegen.

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Joker-Glück bringt den entscheidenden Durchbruch

Nach der verletzungsbedingten Unterbrechung entwickelte sich ein intensives Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Freiburg hatte großes Pech, als ein Kopfball von Matanovic in der Nachspielzeit der ersten Hälfte den rechten Pfosten traf. Der ehemalige Frankfurter Stürmer, der während seiner Zeit an der Main lediglich ein Tor in 16 Einsätzen erzielt hatte, verfehlte knapp den Ausgleich.

Die Wende brachte schließlich Frankfurts Joker-Glück. Fares Chaibi traf mit seiner ersten Aktion nach seiner Einwechslung – nur 43 Sekunden nach Betreten des Platzes – zum 1:0 in der 64. Minute. Es war bereits der vierte Joker-Treffer in Folge für die Eintracht, nachdem zuvor Ansgar Knauff, Jonathan Burkardt und Arnaud Kalimuendo als Einwechselspieler getroffen hatten.

Bahoya setzt den Schlusspunkt

Chaibi, der sich als echter Glücksgriff erwies, bereitete in der 81. Minute auch das 2:0 vor. Nach seiner Vorlage verwandelte Mathys Tel Bahoya den Ball aus spitzem Winkel gekonnt ins lange Eck und setzte damit den Schlusspunkt unter den verdienten Heimsieg.

Besonders erfreulich für Frankfurt war das Comeback von Jonathan Burkardt. Der 25-jährige Stürmer feierte nach einer Wadenverletzung sein Startelf-Comeback nach 95 Tagen Pause und zeigte sich in guter Form.

Atubolu als bester Freiburger trotz Niederlage

Auf Seiten der Gäste ragte trotz der zwei Gegentreffer Torhüter Noah Atubolu heraus. Der 23-Jährige zeigte mehrere starke Paraden, darunter eine Doppelabwehr gegen Junior Dina Ebimbe und den Nachschuss von Burkardt in der 24. Minute. Auch gegen Kalimuendo blieb Atubolu siegreich und verhinderte in der 88. Minute mit einer starken Reaktion gegen Omar Marmoush noch das 0:3.

Der Sieg bedeutet für Trainer Albert Riera den zweiten Dreier in seiner noch jungen Amtszeit bei der Eintracht. Der Spanier, der seinen Trainerstuhl ausdrücklich liebt, konnte damit einen wichtigen Schritt in Richtung Europapokal-Platzierung machen. Die Verletzung von Santos bleibt jedoch ein großer Wermutstropfen für den insgesamt erfolgreichen Abend an der Main.

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