Frauen-Bundesliga plant Investitionen bis zu 800 Millionen Euro
Frauen-Bundesliga: 800 Mio. Euro Investitionen geplant

In der Frauen-Bundesliga stehen trotz des anhaltenden Streits mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) um die Zukunft des Wettbewerbs enorme Investitionen bevor. Katharina Kiel, Präsidentin der Frauen-Bundesliga (FBL), kündigte im Interview mit dem Fachmagazin „Kicker“ an, dass die Liga in den kommenden acht Jahren voraussichtlich zwischen 700 und 800 Millionen Euro investieren werde. Diese Summe stehe in einem deutlichen Gegensatz zu den ursprünglich vom DFB geplanten Investitionen.

DFB-Investitionen deutlich geringer

Der DFB hatte ursprünglich vor, 100 Millionen Euro in eine gemeinsam mit den 14 Erstligisten geplante GmbH zu investieren. Dieses Vorhaben war jedoch zweimal gescheitert. Der neu gegründete Ligaverband FBL e.V. sucht nun in Arbeitsgruppen nach Lösungen. Kiel präzisierte, dass für die 1. Liga tatsächlich nur rund 60 Millionen Euro vorgesehen gewesen seien, da die verbleibenden 40 Millionen Euro für die 2. Liga, das Schiedsrichterwesen und andere Kosten eingeplant waren, die nicht direkt zur Weiterentwicklung der Liga beigetragen hätten.

Grundlagenvertrag als Schlüssel

Die FBL strebt eine eigenständige Organisation und Interessenvertretung an, ähnlich wie die Deutsche Fußball Liga (DFL). Voraussetzung dafür ist ein Grundlagenvertrag mit dem DFB, der den Übertrag des Wettbewerbs ermöglicht. „Unser Vertragsentwurf geht dem DFB in dieser Woche zu“, erklärte Kiel. Die Zeit drängt, denn der DFB hat im Zuge des Streits auch den geplanten Ablauf des TV-Rechte-Verkaufs gestoppt. Die Auktion soll nun nicht wie ursprünglich im Frühjahr, sondern erst im Herbst stattfinden – möglicherweise dann, wenn absehbar ist, wann die Bundesliga-Reformen tatsächlich greifen.

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Eigenständige Ausschreibung angestrebt

Die FBL will laut Kiel auf der nächsten Mitgliederversammlung die organisatorischen Voraussetzungen schaffen, um die Ausschreibung der TV-Rechte auch selbst durchführen zu können. „Es ist mir als Präsidentin sehr wichtig, konstruktiv und zügig für einen ordentlichen Übergang zu sorgen. Dafür brauchen und erwarten wir die Kooperation des DFB“, betonte Kiel. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob eine Einigung erzielt werden kann, um die Zukunft der Frauen-Bundesliga zu sichern.

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