Europa League: Freiburgs Finaltraum nach Last-Minute-Niederlage in Gefahr
Freiburg verliert Hinspiel in Braga mit 1:2

Dem SC Freiburg droht nach dem Aus im DFB-Pokal auch in der Europa League das Scheitern im Halbfinale. Die Breisgauer verloren das Hinspiel bei Sporting Braga unglücklich mit 1:2 (1:1) und gehen mit einer Hypothek in das entscheidende Rückspiel am Donnerstag (21.00 Uhr/RTL) in Freiburg. Bereits in der vergangenen Woche hatte der Sport-Club gegen den VfB Stuttgart im DFB-Pokal einen Finaleinzug auf bittere Weise verspielt.

Last-Minute-Schock für Freiburg

Mario Dorgeles gelang in der zweiten Minute der Nachspielzeit das Siegtor für die Gastgeber. Umso bitterer, zumal Freiburg das Spiel bis dahin weitgehend im Griff hatte. Die Partie begann aus SC-Sicht denkbar ungünstig: Der Bundesligist geriet durch Demir Tiknaz früh in Rückstand (8.). Freiburg meldete sich dann aber rasch durch Vincenzo Grifo (16.) zurück und durfte sich noch vor der Pause bei Noah Atubolu bedanken. Der Keeper entschärfte einen umstrittenen Foulelfmeter von Rodrigo Zalazar (45.+2).

Freiburgs Selbstvertrauen nach Viertelfinalerfolg

Das Selbstvertrauen hatten sich die Freiburger zuletzt erarbeitet: Im Viertelfinale gegen Celta Vigo behauptete sich das Team von Trainer Julian Schuster souverän (3:0 und 3:1). Dadurch hatten die Freiburger laut Kapitän Christian Günter „Blut geleckt“. Man wolle das Märchen „auf jeden Fall weiterschreiben“, hatte der Außenverteidiger bei RTL gesagt.

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Historische Premiere für den SC Freiburg

Mit Eintracht Frankfurt konnte erst ein deutsches Team den Nachfolgewettbewerb des UEFA-Cups bisher gewinnen. Für Freiburg ist bereits das Halbfinale historisch – insbesondere für Stürmer Igor Matanovic ist es laut eigener Aussage „das größte Spiel meiner Karriere“. Der Torjäger meinte, er verspüre eine „gesunde Nervosität“.

Auf dem Platz zeigte sich jedoch zunächst ein anderes Bild, denn Freiburgs Defensive wurde früh unter Druck gesetzt. Braga hatte sich in einem furiosen Rückspiel bei Betis Sevilla qualifiziert und knüpfte an diese Leistung an. Pau Victor verpasste die Führung noch (5.), doch nur drei Minuten später jubelte Tiknaz.

Grifo antwortet prompt

Freiburgs Antwort folgte prompt. Dabei profitierten die Gäste von einem Missverständnis im Aufbauspiel. Jan-Niklas Beste fand den mitgelaufenen Grifo, der Braga den ersten von zwei Dämpfern zufügte. Keine zehn Minuten danach musste auch noch Kapitän Ricardo Horta angeschlagen vom Feld.

Der Sport-Club leistete sich trotz der Unterstützung von gut 2.000 mitgereisten Fans verhältnismäßig viele Fehler im Passspiel und schaffte es nur selten, Akzente zu setzen. Aber auch Freiburgs Keeper Noah Atubolu wurde nach dem frühen Gegentor kaum geprüft. Als der 23-Jährige jedoch im Fokus stand, war er zur Stelle und parierte kurz vor dem Seitenwechsel einen Elfmeter gegen den früheren Bundesliga-Profi Rodrigo Zalazar.

Auch nach Wiederbeginn taten sich beide Mannschaften schwer. Immer wieder wurde die Spieleröffnung unterbunden, immer wieder fehlte die letzte Konsequenz. Die beste Chance vergab Freiburgs Eggestein nach etwas mehr als einer Stunde.

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