Frust nach 1:1 gegen Bayern: Hjulmand wieder im Gefühls-Chaos
Leverkusen – Es ist ein schwacher Trost für Bayer Leverkusen. Als einziges Team aus den Top 6 der Bundesliga konnte die Werkself in der laufenden Saison gegen den FC Bayern München punkten. Doch das 1:1 gegen den Spitzenreiter sorgte am Ende mehr für Frust als für Freude. Trotz doppelter Überzahl in der Schlussphase gelang es Leverkusen nicht, das Spiel zu gewinnen.
Enttäuschung nach annulliertem Tor
Trainer Kasper Hjulmand (53) benötigte nach eigenen Worten zwei Tage, um das Spiel zu verarbeiten. „Nach dem zweiten Platzverweis der Bayern war unser Motto: ‚Game on‘! Wir haben das Tor noch gemacht, aber Jonas Hofmann stand einen Zentimeter im Abseits. Deshalb sind wir enttäuscht mit nur einem Punkt“, erklärte der Däne. Das annullierte Tor in der Schlussphase war der entscheidende Moment, der den möglichen Sieg in ein enttäuschendes Unentschieden verwandelte.
Hjulmand betonte jedoch die positiven Aspekte der Leistung: „Wir haben sehr gut mit Struktur, Leidenschaft und Kraft gespielt. Wir haben auch sehr gut verteidigt. Es war ein Topspiel beider Mannschaften.“ Dennoch überwogen am Ende die gemischten Gefühle, die den Trainer bereits nach dem 1:1 im Champions-League-Achtelfinal-Hinspiel gegen Arsenal FC beschäftigt hatten.
Fortschritte seit Mainz-Spiel erkennbar
Der Leverkusener Trainer sieht dennoch klare Verbesserungen: „Für mich steht der Fußball immer zuerst im Vordergrund. Ich meine, dass wir einen Schritt nach vorne gemacht haben.“ Der spielerische Fortschritt ist seit dem enttäuschenden 1:1 gegen Mainz 05 unverkennbar. Allerdings stellt sich die Frage, warum solche Vorstellungen erst jetzt möglich waren.
Der Ertrag passt nicht zum Aufwand, den Bayer Leverkusen betreibt. Im Kampf um die Champions-League-Plätze hat die Werkself in der Bundesliga bereits zu viele Punkte – auch aus Führungspositionen – verspielt. Mit nur acht verbleibenden Ligaspielen wird die Zeit knapp.
Champions-League-Ziel weiter im Fokus
„Wir werden alles versuchen, um die Champions-League-Plätze zu erreichen“, versicherte Hjulmand. „Es gibt noch viele Punkte zu holen. Wir haben natürlich zuerst unser Spiel bei Arsenal und dann am Samstag ein sehr, sehr wichtiges Spiel gegen Heidenheim. Wir haben die Champions League fest im Blick.“
Der Trainer räumte ein: „Es ist schwierig, aber wir wollen alles tun, um diese Position am Ende zu haben.“ Die Werkself hatte erneut eines der besten Teams Europas an den Rand einer Niederlage gebracht, doch die fehlende Schärfe bei den Chancenverwertung verhinderte den verdienten Sieg.
Hjulmand verwies auf die erschwerten Bedingungen: „Es war das dritte Spiel in einer Woche und wir haben Verletzte. Dafür haben wir es sehr, sehr gut gemacht.“ Die Mannschaft zeigte trotz der Belastung eine beachtliche Leistung gegen den deutschen Rekordmeister.



