Nach Überflutung: Wie ein Fußballverein von einer unglaublichen Welle der Hilfsbereitschaft gerettet wird
Altentreptow • Der erste Schock ist überwunden, mittlerweile blicken die Verantwortlichen beim FSV Altentreptow mit großer Zuversicht auf die nächsten Wochen. Der Optimismus hat vor allem mit der riesigen Hilfsbereitschaft in der Region zu tun, die den Fußballverein nach dem Wasserschaden im Vereinsheim völlig übermannt hat. Mehr als 6000 Euro sind bisher auf das Spendenkonto eingegangen, das der Verein eingerichtet hat.
Überwältigende Solidarität nach Wassereinbruch
„Das ist wirklich unglaublich, was da passiert. Unglaublich, wie viele Privatpersonen Geld überwiesen haben, da kann man einfach nur Danke sagen“, erklärte Vereins-Vize René Liebich. Auch Vorstandsmitglied Tim Kowalski kann das nicht so recht fassen: „Das ist überwältigend, damit hätte hier niemand gerechnet. Wir sind den Menschen sehr dankbar.“
Das Geld soll für die Sachen verwendet werden, die bei der Überflutung des Kellers im Vereinsheim zerstört worden sind. Dazu gehören unter anderem Schränke und diverse elektrische Geräte, wie zum Beispiel ein Kühlschrank. Bei dem Wassereinbruch im Vereinsheim ist viel Trainingsmaterial beschädigt oder zerstört worden.
Ursache der Überflutung und aktuelle Situation
Aufgrund des Tauwetters und des anschließenden Dauerregens am Wochenende war der am Sportplatz grenzende Torney-Bach, ein Nebenfluss der Tollense, über die Ufer getreten. Die Wassermassen waren anschließend über den Sportplatz und dann über die Kellereinfahrt am Vereinshaus in das Gebäude geflossen. Das Wasser stand über einen Meter hoch im Keller. Die Freiwillige Feuerwehr hatte in der Nacht zum Sonntag Schlimmeres verhindert.
Überflutet war auch der Kunstrasenplatz, der inzwischen aber wieder frei ist. Dennoch hat der Fußballverein das am Samstag geplante Testspiel der Landesklasse-Elf gegen den SV Jahn Neuenkirchen abgesagt. Dass auch der Rasen durch das Wasser einen Schaden genommen hat, glaubt René Liebich aber nicht. „Ich denke, dass wir nächste Woche wieder auf den Platz können“, sagte er.
Zukunft des Vereins und sportliche Pläne
Abzuwarten bleibt, ob die Bekleidung für die Kinder noch zu gebrauchen ist. „Die Sachen wurden zwar in der Altentreptower Feuerwehr erst einmal gewaschen, da müssen wir aber sehen, ob man sie noch nutzen kann“, sagte Kowalski. Im Verein gehe man aber davon aus, dass einige Dinge nach einer gründlichen Reinigung weiter verwendbar sein werden. „Wir werden alles gründlich prüfen, bevor wir Geld ausgeben“, kündigte Tim Kowalski an.
Mit dem Heimspiel gegen den Lübzer SV will der FSV Altentreptow am 7. März (14 Uhr) in die Rückrunde der Landesklasse starten. Der Verein möchte in diesem Spieljahr gern in die Landesliga aufsteigen. Start der Rückrunde ist am 7. März, und trotz der Herausforderungen durch die Überflutung bleibt der sportliche Ehrgeiz ungebrochen.



