Im FA-Cup-Finale 1956 zwischen Manchester City und Birmingham City ereignete sich eine Szene, die Torwart Bernd Trautmann unsterblich machte. Bei einer 3:1-Führung hechtete Trautmann nach einem Ball und kollidierte mit Stürmer Peter Murphy. Dabei erlitt er einen Genickbruch und fünf ausgerenkte Halswirbel. Da Auswechslungen damals nicht erlaubt waren, spielte er die restlichen 16 Minuten unter starken Schmerzen weiter und sicherte den Sieg seiner Mannschaft.
Der Film „Trautmann“ von Regisseur Marcus H. Rosenmüller erzählt die bewegende Geschichte des deutschen Torwarts. Er zeigt Trautmanns Anfänge in England, wo er als Kriegsgefangener im Lager entdeckt wurde, und seine schwierige Integration in der Nachkriegszeit. Der Film beleuchtet auch seine Liebesbeziehung zu Margaret Friar, der Tochter seines Entdeckers.
Rosenmüller inszenierte das Biopic mit viel Liebe zum Detail, verzichtete jedoch auf eine reine Fußballhandlung. Stattdessen legt er den Fokus auf die menschliche Geschichte und die Versöhnung zwischen ehemaligen Feinden. Der Film wird am 12. Juni um 0.15 Uhr in der ARD ausgestrahlt.



