Vincent Kompany, Cheftrainer des FC Bayern München, muss im Halbfinal-Hinspiel der Champions League gegen Paris Saint-Germain am Dienstag (21.00 Uhr/Prime Video) im Pariser Prinzenpark von der Tribüne aus zusehen. Der 40-Jährige ist aufgrund einer Gelb-Sperre nicht befugt, seine Mannschaft von der Seitenlinie zu coachen. Auf die Frage nach seinem Platz im Stadion antwortete Kompany mit einem Augenzwinkern: „Wo ich sitze? Irgendwo im Stadion.“ Er fügte hinzu: „Die Abläufe sind klar, bis wann ich etwas machen darf. Aber letztendlich ist es so: Gesperrt ist gesperrt! Es geht darum, dass wir das als Mannschaft lösen. Und das können wir.“
Humorvolle Antwort auf mögliche Tricks
Angesprochen auf mögliche Tricks, sich etwa in einer Box in die Bayern-Kabine schmuggeln zu lassen, reagierte Kompany mit Humor: „Ich bin 1,92 Meter groß, ich passe in keine Box.“ Sein erster Assistent Aaron Danks wird ihn am Spielfeldrand vertreten. „Danksi hat schon Erfahrung. Und er hat auch eine laute Rolle im Training“, sagte Kompany, der betonte: „Ich habe 100 Prozent Vertrauen in unseren Staff.“
Upamecano: Mentalität bleibt gleich
Abwehrspieler Dayot Upamecano betonte, dass Kompanys Fehlen am Spielfeldrand nichts an der Zielsetzung und am gewohnten Auftreten der Mannschaft ändern werde: „Das ist ein großes Spiel. Wir sind total fokussiert. Und wir haben die ganze Saison mit ihm gearbeitet und das verinnerlicht. Die Mentalität wird nicht anders sein, wenn er jetzt nicht da ist.“
Kompany: PSG wie ein Sturm
Kompany rechnet mit einem großen Halbfinal-Kampf: „Paris ist immer noch der Champions-League-Sieger. Wir wissen, wie stark Paris ist, aber wir wollen diese Spiele. Wenn einer sie herausfordern kann, dann wir“, sagte der Bayern-Coach und bemerkte: „Bei PSG ist es wie ein Sturm, der auf einen zukommt.“
Sportvorstand Max Eberl äußerte sich vor dem Charterflug der Mannschaft nach Frankreich pragmatisch zur Kompany-Sperre: „Es ist schade, er würde tausendmal lieber an der Außenlinie stehen, als auf der Tribüne zu sitzen. Jetzt ist es aber so, dass er gesperrt ist. Damit haben wir uns abgefunden.“



