Schwere Gewitter über Philadelphia könnten den Anpfiff des WM-Spiels zwischen Mitfavorit Frankreich und dem Irak verzögern. Etwa drei Stunden vor dem für 23.00 Uhr deutscher Zeit (ARD und MagentaTV) angesetzten Anpfiff setzte rund um das Stadion starker Regen ein, begleitet von lauten Donnerschlägen, wie ein dpa-Reporter berichtete. Auf den großen Bildschirmen im Stadion erschien die Warnung: „Ein schweres Gewitter kommt näher.“
Unwetterprognose: Blitze, Sturzfluten und Tornadogefahr
Meteorologen sagen für den Spielzeitraum weitere starke Unwetter mit Blitzen voraus. Auch ein Risiko für Sturzfluten und Tornados bestehe. Die Behörde NOAA empfiehlt bei Gewittern, Aktivitäten im Freien für mindestens 30 Minuten zu unterbrechen, wenn innerhalb eines Radius von etwa 13 Kilometern ein Blitz registriert wird. Jeder weitere Blitzeinschlag setzt diese Frist erneut in Gang.
Regeln bei Spielunterbrechung: FIFA entscheidet individuell
Bei solchen Unwettern verlassen Spieler in der Regel das Feld, und Zuschauer werden in sichere Bereiche geleitet. Die FIFA bewertet die jeweilige Situation individuell und entscheidet abhängig von den aktuellen Sicherheitsbedingungen über die Fortsetzung des Spiels. Wird ein Spiel aufgrund höherer Gewalt unter- oder abgebrochen, muss es laut WM-Regularien später in der entsprechenden Minute und beim gleichen Spielstand fortgesetzt werden.
Vorfälle bei der Club-WM: Mehrere Unterbrechungen
Bei der Club-WM im Vorjahr mussten in den USA sechs Spiele aufgrund von Unwettern unterbrochen werden, wobei die Unterbrechungen zwischen 40 Minuten und zwei Stunden dauerten. Der damalige Chelsea-Trainer Enzo Maresca sprach von „einem Witz“ und stellte sogar infrage, ob große Turniere im Sommer überhaupt in den USA ausgetragen werden sollten.



