Borussia Mönchengladbach muss erneut tief in die Tasche greifen
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat Borussia Mönchengladbach erneut mit einer Geldstrafe belegt. Diesmal muss der Bundesligist 22.000 Euro zahlen, weil Gladbach-Ultras beim Auswärtsspiel am 5. Dezember 2025 beim 1. FSV Mainz 05 insgesamt 22 pyrotechnische Gegenstände gezündet hatten. Von dieser Strafe kann der Verein bis zu 7.300 Euro für sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden.
Eine teure Saison für die Fohlen
Diese Strafe ist nur die jüngste in einer langen Reihe von Sanktionen in der laufenden Saison 2025/26. Insgesamt musste Borussia Mönchengladbach in dieser Spielzeit bereits 214.000 Euro an Strafgeldern an den DFB überweisen. Die Summe verdeutlicht das wiederkehrende Problem mit Pyrotechnik im Umfeld des Vereins.
Frühere Strafen in der aktuellen Saison
Bereits am 3. März 2026 hatte das DFB-Sportgericht den Verein wegen unsportlichen Verhaltens in zwei Fällen mit 61.000 Euro bestraft:
- Beim Auswärtsspiel bei Union Berlin zündeten mitgereiste Fans mindestens 48 pyrotechnische Gegenstände und eine Rakete, was zu einer Spielunterbrechung von etwa 35 Sekunden führte.
- Beim Heimspiel gegen Frankfurt wurden drei Rauchtöpfe gezündet.
Besonders teure Derby-Begegnung
Noch höher fiel die Strafe für das Derby gegen den 1. FC Köln am 10. Februar 2026 aus. Das DFB-Sportgericht verhängte eine Geldstrafe von 75.000 Euro, nachdem in der Gladbacher Nordkurve insgesamt 75 pyrotechnische Gegenstände gezündet worden waren. Nur fünf Tage zuvor war der Klub bereits mit 29.000 Euro bestraft worden:
- Beim DFB-Pokalspiel gegen den Karlsruher SC zündeten Fans in der Nordkurve 21 pyrotechnische Gegenstände.
- Beim Bundesliga-Auswärtsspiel auf St. Pauli brannten im Gästeblock mindestens acht Feuerwerkskörper.
Sogar im Freundschaftsspiel gab es Probleme
Bereits am 24. November 2025 hatte das DFB-Sportgericht Gladbach mit 27.000 Euro bestraft. Grund waren Pyro-Vorfälle beim Freundschaftsspiel gegen Valencia, wo im Rahmen der 125-Jahre-Choreo sowie im weiteren Spielverlauf insgesamt 27 pyrotechnische Gegenstände gezündet wurden.
Die wiederholten Verstöße zeigen, dass das Pyro-Problem bei Borussia Mönchengladbach trotz der hohen Strafen nicht unter Kontrolle zu bringen ist. Der Verein steht vor der Herausforderung, seine Fans besser zu kontrollieren und weitere kostspielige Sanktionen zu vermeiden.



