Gladbach-Krise erreicht neuen Tiefpunkt in Freiburg
Die Krise bei Borussia Mönchengladbach nimmt kein Ende. Beim 1:2-Auswärtsniederlage beim SC Freiburg warteten die Fohlen nun bereits zum siebten Bundesliga-Spiel in Folge auf einen Sieg. Die Mannschaft von Trainer Eugen Polanski zeigte sich erneut offensiv harmlos und rutscht im Abstiegskampf weiter in Bedrängnis.
Ginter trifft gegen seine alte Liebe
Ausgerechnet der ehemalige Gladbach-Profi Matthias Ginter sorgte für die entscheidende Wende. In der 38. Minute nutzte der 32-jährige Innenverteidiger eine unglückliche Kopfabwehr von Gladbachs Kevin Diks und erzielte mit einem sehenswerten Seitfallzieher die Führung für den SC Freiburg. Ginter, der zwischen 2017 und 2022 insgesamt 154 Bundesliga-Spiele für die Borussia absolvierte und dabei elf Tore erzielte, verzichtete nach seinem Treffer demonstrativ auf einen Jubel und hob nur entschuldigend die Arme.
Besondere Brisanz erhielt die Szene durch die Anwesenheit von Weltmeistertrainer Joachim Löw auf der Tribüne des Europa-Park-Stadions. Löw, mit dem Ginter 2014 den WM-Titel in Brasilien feierte, verfolgte das Spiel neben Freiburgs Sportvorstand Jochen Saier.
Gladbachs Abstiegssorgen wachsen
Nach der Pause erhöhte Freiburgs Stürmer Igor Matanovic in der 75. Minute auf 2:0. Gladbachs Anschlusstor durch Top-Torjäger Haris Tabakovic in der 85. Minute kam zu spät, um noch Punkte zu retten. Die Borussia feierte ihren letzten Bundesligasieg am 11. Januar mit einem 4:0 gegen den FC Augsburg.
Die aktuelle Bilanz ist alarmierend: In den letzten sieben Spielen erzielte Gladbach nur vier Tore. Trainer Eugen Polanski setzte in Freiburg erstmals Winter-Neuzugang Bolin von Beginn an, doch auch der schwedische Nationalspieler konnte die offensivschwache Mannschaft nicht beleben.
Aktuell hat Gladbach nur noch einen drei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Durch die Niederlage gerät der Verein weiter unter Druck, zumal direkte Konkurrenten wie Werder Bremen mit Siegen aufschließen könnten.
Trainerfrage (noch) nicht akut
Trotz der anhaltenden Krise steht Trainer Eugen Polanski nach Vereinsangaben derzeit nicht zur Debatte. Die Vereinsführung zeigt sich weiterhin hinter dem 39-jährigen Trainer, auch wenn die sportliche Talfahrt ungebremst anhält.
Die Gladbach-Stars um Franck Honorat, Nico Elvedi, Haris Tabakovic, Yannik Engelhardt, Philipp Sander und Kevin Diks müssen in den kommenden Spielen dringend eine Wende einleiten, um den drohenden Abstiegskampf zu entschärfen. Die nächste Gelegenheit bietet sich bereits am kommenden Spieltag, wo es um wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt gehen wird.



