Gladbach stürzt nach Niederlage in Freiburg tiefer in die Krise
Die Krise bei Borussia Mönchengladbach nimmt bedrohliche Ausmaße an. Nach einer 1:2-Niederlage beim SC Freiburg ist die Mannschaft von Trainer Eugen Polanski nun bereits sieben Spiele in der Fußball-Bundesliga sieglos. Der frühere Gladbacher Matthias Ginter und Igor Matanovic trafen für den Sport-Club, während die harmlosen Gäste durch Haris Tabakovic nur noch auf 1:2 herankamen. In der Tabelle rutschte die Borussia hinter den FSV Mainz 05 zurück und befindet sich nun im gefährlichen Abstiegskampf.
Historische Negativserie setzt sich fort
Auch im 18. Anlauf hintereinander gelang den Gladbachern kein Sieg im Breisgau. Der letzte Triumph dort datiert aus dem März 2002, als Hans Meyer bei Gladbach und Volker Finke beim SC die Trainer waren. Die Freiburger hingegen feierten vor 34.700 Zuschauern im Europa-Park-Stadion ihren fünften Heimsieg in diesem Jahr und festigten ihre Position als Europa-League-Teilnehmer.
Personelle Probleme und taktische Schwächen
SC-Trainer Julian Schuster setzte nach der 0:3-Niederlage bei der TSG Hoffenheim auf eine neue Offensive mit Vincenzo Grifo, Jan-Niklas Beste und Matanovic. Gladbach musste dagegen auf Kapitän Rocco Reitz verzichten, der gesperrt war. Trainer Polanski erklärte: „Philipp Sander ist derjenige, der Rocco vom Profil am nächsten kommt: dynamisch, zweikampfstark, laufstark.“ Doch Sander konnte nicht überzeugen, und Gladbachs oft mühsame Vorstöße prallten an der Freiburger Abwehr ab.
Die Borussia zeigte sich in folgenden Bereichen besonders schwach:
- Angriffswirksamkeit: Die Angriffe wirkten schablonenhaft und es fehlte an Tempo.
- Chancenverwertung: Tabakovic vergab mehrere klare Möglichkeiten, darunter eine in der 32. Minute.
- Abwehrstabilität: Nach einem langen Einwurf nutzte Ginter das Durcheinander im Fünfmeterraum für sein Tor.
Spielverlauf und entscheidende Momente
In der 38. Minute brachte Ginter, der von 2017 bis 2022 für Gladbach spielte, den Ball mit einem Seitfallzieher über die Torlinie. Matanovic machte in der 74. Minute mit seinem sechsten Saisontor alles klar, nachdem Torwart Moritz Nicolas den Ball genau vor seine Füße abgewehrt hatte. Gladbach hatte zusätzlich Pech, als ein Tor von Tabakovic in der 82. Minute wegen Abseits nicht zählte. Drei Minuten später gelang dem 31-jährigen Bosnier doch noch sein 14. Saisontor, doch zu mehr reichte es nicht.
Die Niederlage unterstreicht die tiefgreifenden Probleme bei Borussia Mönchengladbach, während der SC Freiburg seine europäischen Ambitionen weiter verfolgen kann.



