Gladbachs Befreiungsschlag: Spätes 1:0 gegen Union Berlin stoppt Negativserie
Gladbach stoppt Negativserie mit spätem Sieg gegen Union

Gladbachs späte Erlösung beendet Negativlauf

Aufatmen bei Borussia Mönchengladbach: Die Fohlen haben ihren freien Fall in der Fußball-Bundesliga mit einem hart erkämpften 1:0-Heimsieg gegen Union Berlin gestoppt. In einer nervenaufreibenden Partie vor 52.488 Zuschauern im Borussia-Park traf Kevin Diks erst in der vierten Minute der Nachspielzeit per Foulelfmeter zum entscheidenden Treffer – nachdem der Videobeweis zunächst einen früheren Treffer der Gladbacher wegen Abseits annulliert hatte.

Polanskis mutige Personalentscheidung

Trainer Eugen Polanski bewies vor dem Spiel Mut und Vertrauen in die Jugend: Der 17-jährige Offensivspieler Wael Mohya debütierte in der Startelf und wurde damit zum jüngsten Startelf-Debütanten der Vereinsgeschichte überhaupt. „Am Ende zählt nur das Ergebnis“, hatte Polanski vor der Partie betont – und sollte mit dieser Einstellung recht behalten.

Mohya, der 2025 mit Borussias U17 deutscher Meister geworden war, zeigte von Beginn an sein Können und setzte immer wieder Akzente im Gladbacher Spielaufbau. Trotz seiner Jugend agierte der Offensivspieler erstaunlich reif und unbeeindruckt von der großen Bühne der Bundesliga.

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Überlegenheit mit Chancenproblem

Die Borussia begann forsch und übernahm nach vorsichtigem Beginn zunehmend die Kontrolle über das Spielgeschehen. Mit 10:2 Torschüssen zur Halbzeit spiegelte die Statistik die deutliche Überlegenheit der Heimmannschaft wider. Doch wie so oft in den vergangenen Wochen blieb das große Problem die Chancenverwertung.

Schon in der 18. Minute hatte Haris Tabakovic eine große Gelegenheit, doch Union-Torhüter Frederik Rönnow lenkte seinen Kopfball gekonnt über die Latte. Auch Kevin Diks vergab kurz vor der Pause aus bester Position. Die Gladbacher Druckphasen blieben lange Zeit ohne den verdienten Lohn.

Zunehmende Verzweiflung und späte Wende

Nach der Pause setzte sich das Muster fort: Borussia bestimmte das Spiel, scheiterte aber immer wieder an der letzten Konsequenz. Versuche aus der Distanz von Philipp Sander (56.) und Jens Castrop (60.) symbolisierten die wachsende Ratlosigkeit der Gladbacher Offensive.

Die emotionale Wende schien in der 75. Minute gekommen, als Diks scheinbar zum 1:0 traf. Doch der Jubil brach jäh ab, als der Videobeweis Abseits von Rocco Reitz in der Vorarbeit feststellte und den Treffer annullierte. Die Enttäuschung bei Spielern und Fans war greifbar, die Verzweiflung nahm spürbar zu.

Diks beschert die Erlösung

Doch die Gladbacher gaben nicht auf und wurden in der Nachspielzeit belohnt: Nach einem Foul im Strafraum zeigte der Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt. Kevin Diks trat cool an und verwandelte zum 1:0 (90.+4), was im Borussia-Park zu ungehemmter Erleichterung führte.

Für Union Berlin bedeutet die Niederlage zwar einen Rückschlag, die Berliner verbleiben aber im gesicherten Mittelfeld der Tabelle. Für Borussia Mönchengladbach hingegen ist dieser Sieg mehr als nur drei Punkte – es ist ein psychologisch wichtiger Befreiungsschlag, der Trainer Polanski wieder Luft zum Atmen verschafft und die Mannschaft aus der akuten Abstiegsgefahr führen könnte.

Die statistische Dominanz der Gladbacher war am Ende unübersehbar: 18:5 Torschüsse, 62% Ballbesitz und die klare Spielgestaltung rechtfertigten den Sieg, der nach sieben Spielen ohne Dreier endlich wieder gelang. Nun gilt es für die Fohlen, an diese Leistung anzuknüpfen und die positive Trendwende zu verstetigen.

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