Borussia Mönchengladbach bangt um verletzte Schlüsselspieler vor entscheidenden Bundesliga-Spielen
Gladbach: Verletzungssorgen vor Abstiegskampf-Spielen

Borussia Mönchengladbach vor entscheidenden Spielen mit Personalsorgen

Die Situation bei Borussia Mönchengladbach spitzt sich dramatisch zu. Nach der deutlichen 1:4-Niederlage beim FC Bayern München stehen für den VfL nun zwei absolut entscheidende Partien im Kampf um den Klassenerhalt an. Am Freitag empfängt Gladbach den FC St. Pauli im Borussia-Park, nur eine Woche später folgt das rheinische Derby beim 1. FC Köln. Doch die Personalsorgen beim Traditionsverein reißen nicht ab und könnten die ohnehin schon schwierige Ausgangslage weiter verschärfen.

Doppelter Verletzungsalarm in München

Beim Auswärtsspiel in der Allianz Arena musste Gladbach-Trainer Eugen Polanski gleich zweimal verletzungsbedingt eingreifen. In der 67. Spielminute blieb Mittelfeldspieler Jens Castrop nach einem intensiven Zweikampf mit Bayern-Star Luis Diaz auf dem Rasen liegen. Der 22-Jährige signalisierte deutlich, dass eine Fortsetzung des Spiels für ihn nicht möglich war. Beim Verlassen des Platzes deutete Castrop an, dass er sich beim Zweikampf das linke Knie unglücklich verdreht hatte und nun unter starken Schmerzen im Adduktorenbereich leidet.

Nur sechs Minuten vor Spielende traf es mit Hugo Bolin einen weiteren wichtigen Gladbach-Spieler. Auch der 22-jährige Offensivspieler benötigte ärztliche Behandlung und musste schließlich ausgewechselt werden. Trainer Polanski konnte im Anschluss an die Begegnung nur eine vorsichtige Teilentwarnung geben und äußerte deutliche Zweifel, ob beide Spieler bis zum wichtigen Heimspiel gegen St. Pauli wieder einsatzfähig sein werden.

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„Angeblich ist es bei beiden nichts Schwerwiegendes, aber das habe ich schon öfter gehört“, so der besorgte Gladbach-Coach. „Nach den ärztlichen Untersuchungen kam dann manchmal doch heraus, dass es was Schlimmeres ist.“ Diese Erfahrung lässt Polanski nun mit großer Sorge auf die medizinischen Befunde der beiden verletzten Spieler warten.

Castrops Ausfall wäre kaum zu verkraften

Besonders der mögliche Ausfall von Jens Castrop würde den Gladbacher Kader in einer ohnehin schwierigen Phase hart treffen. Trainer Polanski betonte die immense Bedeutung des 22-Jährigen für sein Team: „Jens ist der vielseitigste Spieler, den wir im Kader haben. Und er tut mit seiner Aggressivität gut, er will immer etwas bewegen.“

Diese Einschätzung unterstreicht, warum Castrop in der aktuellen Gladbacher Formation praktisch unersetzbar erscheint. In den vergangenen Spielen hatte Polanski den jungen Mittelfeldspieler sogar auf der Position von Lukas Ullrich eingesetzt, um mehr Konkurrenzkampf innerhalb des Teams zu schaffen. „Mir ist wichtig, dass wir überall Konkurrenzkampf haben und die Jungs sich gegenseitig pushen“, erklärte der Trainer dieses taktische Manöver.

Bolin-Alternative und historischer Torschütze

Sollte Hugo Bolin tatsächlich für das Spiel gegen St. Pauli ausfallen, steht mit Wael Mohya bereits ein klarer Nachfolger bereit. Der erst 17-jährige Youngster gilt im wichtigen Heimspiel gegen die Hamburger als unverzichtbar – nicht zuletzt, weil er mit seiner Energie und Leidenschaft das gesamte Stadion mitreißen kann. Mohya trägt zudem ein besonderes Selbstvertrauen in die kommenden entscheidenden Spiele: Mit seinem Treffer in München schrieb der Teenager Gladbach-Geschichte.

Noch nie in der Geschichte des VfL war ein Torschütze in der Bundesliga jünger als Wael Mohya. Diese historische Leistung gibt dem Nachwuchstalent zusätzlichen Rückenwind für die anstehenden Herausforderungen im Abstiegskampf. Für Trainer Polanski könnte diese positive Erfahrung des jungen Spielers in den kommenden „Wegweiser-Spielen“ gegen St. Pauli und Köln von unschätzbarem Wert sein.

Die kommenden Tage werden für Borussia Mönchengladbach somit doppelt entscheidend: Zum einen müssen die medizinischen Untersuchungen von Castrop und Bolin Klarheit über deren Einsatzfähigkeit bringen. Zum anderen steht mit dem Heimspiel gegen St. Pauli bereits die nächste Zitterpartie an, bei der jeder Punkt im Kampf um den Klassenerhalt Gold wert ist. Die Personalsorgen könnten dabei zu einem zusätzlichen Belastungsfaktor werden, den sich der abstiegsbedrohte Verein eigentlich kaum leisten kann.

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