Schwerer Verlust für RB Leipzig: Stammtorwart Gulacsi fällt mit Knieverletzung aus
Im entscheidenden Kampf um die Champions-League-Qualifikation muss RB Leipzig einen herben Rückschlag hinnehmen. Stammtorwart Peter Gulacsi wird für mehrere Wochen ausfallen. Der 35-jährige Ungar zog sich beim 2:2-Unentschieden gegen den VfL Wolfsburg eine ernste Knieverletzung zu, die nun genauer diagnostiziert wurde.
Diagnose bestätigt schlimmste Befürchtungen
Nach umfassenden medizinischen Untersuchungen am Montag steht fest: Gulacsi hat sich einen Innenband-Anriss im linken Knie zugezogen. Zunächst war nach seiner frühen Auswechslung in der 29. Spielminute noch von einer Vorsichtsmaßnahme die Rede gewesen. Trainer Ole Werner äußerte sich nach dem Spiel zurückhaltend: „Es ist auf jeden Fall aufs Knie gefallen und hat sich da nicht ganz sicher gefühlt. Insofern müssen wir da mal gucken.“
Die nun vorliegende Diagnose bedeutet eine Ausfallzeit bis voraussichtlich Ende März. Die Verletzung wird konservativ behandelt, eine Operation ist aktuell nicht geplant. Für den erfahrenen Torhüter, der in dieser Saison zu den besten Bundesliga-Keepern gehört, kommt dieser Ausfall zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt.
Sportliche Bedeutung des Ausfalls
Der Verlust von Peter Gulacsi wiegt für RB Leipzig besonders schwer. In der laufenden Saison präsentierte sich der Ungar in herausragender Form:
- In 22 Bundesligaspielen hielt er bereits neunmal zu null
- Damit liegt er in der Torhüterwertung auf Platz zwei hinter Gregor Kobel von Borussia Dortmund (elfmal)
- Bislang wehrte Gulacsi 57 Torschüsse ab
- Seine Abwehrquote liegt bei beachtlichen 65 Prozent
Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer zeigte sich betroffen, aber zuversichtlich: „Die Diagnose ist bitter, aber wir kennen Pete als absoluten Vollprofi mit großer Mentalität. Er wird deshalb alles daransetzen, schnell und gestärkt zurückzukommen. Wir unterstützen ihn auf seinem Weg der Genesung mit allem, was wir haben und wünschen ihm einen zügigen Heilungsverlauf.“
Vandevoordt übernimmt vorzeitig die Verantwortung
Als Ersatz für den verletzten Stammtorwart rückt nun Maarten Vandevoordt in die Startposition. Der 23-jährige Belgier hatte Gulacsi bereits nach dessen Auswechslung gegen Wolfsburg vertreten und wird nun bis zur Rückkehr des Ungarn das Tor von RB Leipzig hüten.
Interessant dabei: Die Weichen für einen Torhüterwechsel waren bereits für die kommende Saison gestellt. Beide Spieler hatten erst kürzlich ihre Verträge verlängert – Gulacsi bis 2027, Vandevoordt bis 2030. Bei RB Leipzig betont man regelmäßig, dass die Zukunft dem jungen Belgier gehöre. Durch die Verletzung von Gulacsi gehört ihm nun überraschend auch die Gegenwart.
Diese ungeplante Entwicklung stellt sowohl für Vandevoordt als auch für die Mannschaft eine besondere Herausforderung dar. In der heißen Phase der Saison, in der es um die Champions-League-Qualifikation geht, muss der junge Torwart nun beweisen, dass er der neuen Verantwortung gewachsen ist.
Für Peter Gulacsi bedeutet die Verletzung einen herben Rückschlag in einer starken individuellen Saison. Der ambitionierte Keeper wird alles daransetzen, möglichst schnell wieder auf den Platz zurückzukehren und RB Leipzig im entscheidenden Saisonfinale doch noch unterstützen zu können.



