Norwegen hat sich vorzeitig für die K.o.-Runde der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 qualifiziert. Die Skandinavier gewannen am Dienstag im MetLife Stadium in New Jersey ihr zweites Gruppenspiel gegen Senegal mit 3:2 (1:0) und stehen damit bereits nach zwei Partien als Teilnehmer des Sechzehntelfinals fest. Nach dem 4:1-Auftaktsieg gegen Jordanien ist der zweite Erfolg der Schlüssel zum vorzeitigen Einzug in die nächste Runde.
Haalands zweiter Doppelpack in Folge
Erling Haaland, der norwegische Superstar und Stürmer von Manchester City, war erneut der entscheidende Mann. Nach seinem Doppelpack gegen Jordanien traf der 25-Jährige auch gegen Senegal zweimal innerhalb von zehn Minuten (48. und 58. Minute) und drehte die Partie von einem 1:1-Rückstand zu einer 3:1-Führung. Damit legte Haaland im sogenannten Ballerduell der WM nach. Zuvor hatten bereits Lionel Messi (beim 2:0 gegen Österreich) und Kylian Mbappé (beim 3:0 gegen den Irak) jeweils zwei Tore in einem Spiel erzielt. Die aktuelle Torjägerliste führt Messi mit fünf Treffern an, Haaland und Mbappé folgen mit je vier Toren.
Dabei vergab Haaland in der ersten Halbzeit noch eine hochkarätige Chance: In der Nachspielzeit der ersten Hälfte (45.+4) spitzelte er Senegals Torhüter Edouard Mendy den Ball vom Fuß, traf aus spitzem Winkel jedoch nur den Außenpfosten und nicht das leere Tor.
Frühe Verletzung von Ryerson
Norwegens Startelf hatte bereits nach 13 Minuten einen Rückschlag hinnehmen müssen: BVB-Verteidiger Julian Ryerson musste verletzt ausgewechselt werden. Damit verletzte sich nach DFB-Star Nico Schlotterbeck, der mit einem Bänderriss im linken Sprunggelenk aus dem Turnier ausgeschieden war, bereits der zweite Dortmunder Verteidiger bei dieser WM. Für Ryerson kam Marcus Pedersen, der später das 1:0 erzielte.
Senegals früher Führungstreffer und späte Tore
Senegal hatte sich in der ersten Hälfte einen schweren Fehler geleistet: Abwehrspieler Moussa Niakhaté klärte den Ball völlig unbedrängt in die Füße von Pedersen, der ins kurze Eck zum 1:0 traf (43. Minute). Nach der Pause glich Ismaila Sarr für Senegal aus (53. Minute), doch Haalands Doppelschlag brachte Norwegen wieder in Führung. Sarr traf in der Nachspielzeit (90.+3) noch einmal per Kopf, nach Vorlagen der Ex-Bayern-Stars Sadio Mané und Eric Maxim Choupo-Moting, aber es reichte nicht mehr zum Ausgleich. Für Senegal war es die zweite Niederlage in Folge nach dem 1:3 gegen Frankreich.
Gruppenfinale gegen Frankreich um Platz eins
Damit kommt es im letzten Gruppenspiel zwischen Norwegen und Frankreich (beide sechs Punkte) am kommenden Freitag um 21 Uhr (live im ZDF und bei MagentaTV) zu einem Endspiel um den Gruppensieg. Dies ist auch für die deutsche Nationalmannschaft von Bedeutung, da sie in einem möglichen Achtelfinale auf den Gruppensieger treffen könnte.
Die Stimmung unter den norwegischen Fans war trotz heftigen Dauerregens in New Jersey hervorragend. Bereits vier Stunden vor dem Anpfiff stimmten sich rund 4.000 Anhänger nahe des Stadions mit dem Wikinger-Ruder-Ritual auf die Partie ein.



