Skurrile Handspiel-Szene löst Frust beim 1. FC Köln aus
Im Bundesliga-Spiel zwischen dem 1. FC Köln und RB Leipzig am Sonntagnachmittag hat eine umstrittene Szene in der Schlussphase für erheblichen Unmut gesorgt. Die Gäste aus Leipzig konnten sich mit 2:1 durchsetzen, doch eine hitzige Diskussion um ein mögliches Handspiel überschattete den verdienten Sieg der Sachsen.
Die entscheidende Szene in der 76. Minute
Kölns Mittelfeldspieler Eric Martel brachte einen Schuss auf das Tor von RB Leipzig an, der mehrfach abgefälscht wurde. Leipzigs Doppeltorschütze Christoph Baumgartner warf sich in den Ballweg, um den Schuss zu blockieren. Dabei sprang ihm der Ball deutlich an den Arm. Die unmittelbare Reaktion des Leipzigers war bemerkenswert: Ein lauter Jubelschrei und geballte Fäuste, als wolle er die Handaktion demonstrativ feiern.
Nach dem Spiel gestand Baumgartner im DAZN-Interview mit einem Schmunzeln: „Da versuche ich nur zu jubeln, um mir selbst einzureden, dass es kein Handspiel ist.“ Diese ehrliche Aussage unterstrich die Absurdität der Situation.
VAR-Eingreifen und Abseitsentscheidung
Da das Handspiel offensichtlich erschien, schaltete sich der Video-Assistent ein. Schiedsrichter Frank Willenborg begutachtete die Szene am Monitor. Die anschließende Entscheidung sorgte für laute Pfiffe und Unverständnis unter den 50.000 Heimfans im Kölner Stadion. Zwar wurde ein Handspiel festgestellt, doch eine Millimeter-Abseitsstellung eines Kölner Spielers verhinderte den möglichen Elfmeter.
Die Abseitslinie hätte knapper nicht sein können. Nachdem sich die Kölner Spieler die Szene unmittelbar nach Spielende noch einmal ansahen, wuchs das Unverständnis nur noch weiter an.
Kölner Spieler äußern deutliche Kritik
Eric Martel ließ seinem Frust bei DAZN freien Lauf: „Das kannst du mir nicht erzählen, dass das Abseits ist. Es tut mir leid, da muss es eine andere Regel geben, aber das ist kein Abseits. Für mich war es einfach ein klarer Elfmeter.“
Auch Kölns Torschütze Jan Thielmann, der zum zwischenzeitlichen 1:1 traf, zeigte sich enttäuscht: „So einen Elfmeter nicht zu bekommen ist bitter. Für mich ist es ein klarer Elfmeter und dann sieht das Spiel anders aus.“
Baumgartner zeigt Verständnis für Kölner Frust
Der Spieler des Tages, Christoph Baumgartner, zeigte sich nach dem Spiel verständnisvoll für die Enttäuschung der Kölner Mannschaft: „Du bist als Spieler voll drin in der Situation, du suchst Argumente für dich. Man sieht, dass es nicht Absicht ist, ich will einfach den Schuss blocken und der rutscht mir relativ beschissen durch. Dann komme ich mit der Hand nicht mehr weg.“
In der Schlussphase dominierten die Kölner das Spielgeschehen deutlich, doch am Ende reichte es nicht zum Ausgleich. RB Leipzig sicherte sich die drei wichtigen Punkte und verbesserte sich auf Platz vier der Bundesliga-Tabelle. Der 1. FC Köln belegt nach dem 21. Spieltag weiterhin den zehnten Rang.
Die skurrile Szene mit dem Handspiel und der anschließenden Abseitsentscheidung wird noch lange für Diskussionsstoff sorgen und zeigt einmal mehr, wie fein die Grenze zwischen Sieg und Niederlage in der Bundesliga sein kann.



