Die reguläre Saison der 3. Liga steht vor ihrem Höhepunkt. Für Hansa Rostock geht es am Samstag (13.30 Uhr) um alles. Die Mannschaft von Trainer Daniel Brinkmann muss beim 1. FC Saarbrücken gewinnen, sonst ist der Traum vom Relegationsrang endgültig geplatzt. Drei Punkte fehlen den Rostockern derzeit auf einen Platz, der zur Teilnahme an der Aufstiegsrelegation berechtigt. Doch nicht nur der eigene Sieg ist nötig – auch Rot-Weiss Essen und der MSV Duisburg müssen patzen. Reines Hoffen allein reicht nicht, Hansa benötigt den eigenen Dreier.
Interne Vorgabe: Volle Offensive von Beginn an
Intern ist die Marschroute klar. Der F.C. Hansa muss vom ersten Ballkontakt an Druck ausüben. Sicherheitspässe und Abtasten sind tabu. Gefragt sind Tempo, Mut und Überzeugung. Ein frühes Tor könnte nicht nur die eigene Mannschaft beflügeln, sondern auch bei den Konkurrenten in Essen und Duisburg für Unruhe sorgen. „Das würde sicher etwas mit den Konkurrenten machen. Im Fußball ist alles möglich“, gibt sich Brinkmann optimistisch. Und er hofft, dass „der Fußballgott im Hansa-Trikot schläft“ – eine Anspielung auf das nötige Quäntchen Glück.
Bilanz gegen Saarbrücken: Nicht auf Hansa-Seite
Die Statistik spricht nicht unbedingt für die Rostocker. In elf Begegnungen mit Saarbrücken in der 3. Liga gab es nur drei Siege für Hansa, vier Unentschieden und vier Niederlagen. Auch das Hinspiel im Dezember 2025 endete 1:1 unentschieden. Alles deutet auf ein Spiel hin, das von kleinen Details entschieden wird. Die Mannschaft ist gewarnt, weiß aber auch, dass sie in der Vergangenheit schon oft für Überraschungen gut war.
Brinkmann spricht über Verträge und Zukunft
Während sportlich alles von diesen 90 Minuten abhängt, laufen im Hintergrund die Gespräche über die Kaderplanung für die kommende Saison weiter. Zwölf Verträge laufen aus. Brinkmann betont: „Wir haben bis zum letzten Tag die Möglichkeit, uns ein klares Bild von den Spielern zu machen.“ Er ergänzt: „Es kann bei ein, zwei oder drei Spielern noch zu einer anderen Meinung kommen.“ Der Trainer hat sich zudem mit Ex-Hansa-Trainer Jens Härtel (2019–2022), der mittlerweile bei Union Berlin arbeitet, ausgetauscht. Härtel riet ihm, ruhig zu bleiben. Schließlich sei auch er im dritten Jahr aufgestiegen – genauer gesagt nach zwei Jahren und vier Monaten. Am 22. Mai 2021 sicherte er mit einem 1:1 am letzten Spieltag gegen den VfB Lübeck den direkten Wiederaufstieg. Sollte es dieses Mal gelingen, wäre es für Brinkmann „das verrückteste Ereignis“ – und ein mittelschweres Fußball-Wunder.



