Die Spannung steigt, der Druck wächst: Dynamo Dresden steht vor drei entscheidenden Abstiegsspielen. Im ganzen Land wird gerechnet, wer am Ende den Kürzeren zieht. Niklas Hauptmann (29) verrät, was er davon hält: Gar nichts! „Wenn die Liga eines zeigt, dann dass es keinen Sinn macht, nach links und rechts zu den anderen Teams zu schauen. In der Tabelle punkten alle, die von unten kommen, gerade sogar mehr als die von oben“, begründet der Spielmacher vor dem Heim-Kracher am Samstag (13 Uhr) gegen Kaiserslautern seine Sichtweise. „Das Einzige, was wir jetzt machen können, ist bei uns zu bleiben und klar zu bleiben. Die Anspannung ist drei Spiele vor Schluss für alle gleich. Wer das am besten ausblendet, wird am Ende über dem Strich stehen.“
Druck nach Pleite in Düsseldorf
Dass nach der 1:3-Niederlage in Düsseldorf viel auf dem Spiel steht, ist unbestritten. An der Herangehensweise ändert das im Team jedoch nichts, versichert Hauptmann. „Für uns war ab dem ersten Spieltag klar, dass es nur um den Klassenerhalt geht. Daran hat sich bis jetzt nicht viel geändert. Und ich finde, wir haben in den letzten Wochen die richtige Mischung aus Anspannung, Druck und einer gewissen Leichtigkeit hingekriegt. Genau darum wird es gehen.“
Hinspiel verloren – Rechnung offen
Das Hinspiel auf dem Betzenberg verlor Dresden mit 1:3. Im Gegensatz zu den Dynamos geht es für die Pfälzer quasi um nichts mehr – die 0:2-Heimpleite gegen Braunschweig scheint ein Indiz dafür zu sein. „Wie der Gegner das Spiel angeht, können wir nicht beeinflussen“, meint Hauptmann. „Aber ich glaube schon, dass sie es in einem vollen Stadion nicht herschenken, sondern Vollgas geben werden. Unabhängig von den letzten Ergebnissen hat Lautern sehr gute Einzelspieler. Das ist eine Mannschaft, die eigentlich oben mitspielen müsste.“
Hauptmann kam nach dem Abstieg
Beim dramatischen letzten Aufeinandertreffen beider Teams vor vier Jahren war der Sohn von Ex-Bundesliga-Star Ralf Hauptmann nicht dabei. Er kam erst zur darauffolgenden Drittliga-Saison aus Köln zurück. An die damalige Stimmung erinnert er sich gut: „Dieser Abstieg ist an keinem spurlos vorbeigegangen, den schüttelst du auch nicht in ein, zwei Wochen ab. Das hat man schon noch gemerkt, als ich kam.“
Deshalb stellt Hauptmann klar: „Ich bin froh, dass wir jetzt wieder in der zweiten Liga sind. Und wir werden alles daran setzen, dass das so bleibt.“ Ein Dreier gegen Kaiserslautern würde ihn und Dynamo Dresden diesem Ziel ein großes Stück näher bringen.



