Sechs Jahre nach dem Wechsel: Havertz bekommt seinen Bayer-Abschied
Kai Havertz (26) steht vor einem emotionalen Wiedersehen. Der deutsche Nationalspieler kehrt heute mit dem FC Arsenal in die BayArena zurück, um im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen seinen Ex-Klub Bayer Leverkusen anzutreten. Seit seinem Wechsel im September 2020 hat Havertz nie die Gelegenheit gehabt, sich angemessen von den Fans zu verabschieden.
Ein verspäteter und würdiger Abschied
Vor fast sechs Jahren verließ Kai Havertz Leverkusen in Richtung FC Chelsea. Die damalige Ablösesumme belief sich auf insgesamt 100 Millionen Euro. Aufgrund der Corona-Pandemie fand sein letztes Spiel für die Werkself jedoch unter unwürdigen Bedingungen statt: Ohne Zuschauer im Düsseldorfer Stadion erzielte er sein 46. und letztes Tor für Leverkusen beim 1:2 gegen Inter Mailand im Viertelfinale der Europa League am 10. August 2020.
Zehn Jahre lang hatte Havertz unter dem Bayer-Kreuz gespielt und sich als größtes Eigengewächs in der Klubgeschichte etabliert. In 150 Spielen für die Profis traf er 46 Mal. Nun erhält er endlich die Möglichkeit, einen würdigen Abschied von den Leverkusener Anhängern zu nehmen – direkt vor dem heutigen Champions-League-Duell.
Nagelsmanns Besuch und Hjulmands Zuversicht
Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) hat sich angekündigt, um seinen Nationalspieler im wichtigen Europapokal-Spiel zu beobachten. Auf der anderen Seite steht Leverkusens Trainer Kasper Hjulmand (53), der trotz der klaren Außenseiterrolle seines Teams Hoffnung schöpft.
„Arsenal ist zurzeit die beste Mannschaft in Europa“, gibt Hjulmand zu. „Sie haben die Ligaphase der Champions League als Erster beendet und alle Spiele gewonnen, dazu die meisten Tore geschossen und die wenigsten Gegentore kassiert.“ Dennoch betont der Däne: „Ich habe meinem Team gesagt, dass wir ein solches Spiel gemeinsam mit unseren Fans auch genießen müssen – obwohl es nicht einfach wird.“
Was Hjulmand Mut macht, sind die bisherigen Leistungen seiner Mannschaft in dieser Saison: „Wir haben schon gegen viele große Teams wie Manchester City, Dortmund oder Leipzig gezeigt, dass wir sie schlagen können. Und wie wir alle wissen, ist im Fußball alles möglich. Man muss nur daran glauben. Dieser Glaube an sich selbst ist sehr wichtig.“
Die Ausgangslage und das Rückspiel
Leverkusen geht als deutlicher Außenseiter in die Partie gegen den Spitzenreiter der Premier League. Das Team von Trainer Hjulmand will jedoch alles geben, um ein gutes Ergebnis für das Rückspiel am 17. März (21 Uhr) in London zu erzielen. Für Kai Havertz wird dieser Abend nicht nur sportlich, sondern auch emotional von großer Bedeutung sein – endlich kann er nach sechs Jahren den Abschied erhalten, der ihm 2020 verwehrt blieb.



